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Stefan Beck
ICH SAGTE SUPERMAN – ER SAGTE: WAS

Eröffnung Sa 9.9. um 19 Uhr
Opening Sat 9 September 19:00

COPYRIGHTprojektraum
Öffnungszeiten: nach Vereinbarung
Opening Hours: by appointment
Kontakt (Patrick Huber): 0178-356 70 77

Stefan Beck, der 1955 in Heidenheim geboren wurde und 2004 in Kassel verstarb, beschäftigte sich anfänglich vor allem mit Literatur und Dichtung, bevor er Freie Kunst in Kassel studierte. Die Arbeiten reichen von installativen Objekten über Lackbilder und Malerei auf Pappmaché bis hin zu Zeichnungen. Die Sujets der Arbeiten stammen zum großen Teil aus der wunderbaren Welt des Fernsehens. Vorgefundenes aus der Alltags- und Popkultur sowie aus Literatur und Philosophie finden Eingang in Becks komplexe Kunstwelt, die ständig zwischen Ironie und Ernst oszilliert und auf subtile Weise die Unterscheidung von Trivialem und Hochkultur ins Absurde führt.

Parallel eröffnen unsere Nachbarprojekträume uqbar und Kronenboden.

© Stefan Beck 1982

© Stefan Beck 1982

© Stefan Beck 1982

© Stefan Beck 1982

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SPACE IDENTITY – PreMeditationes

Dt.-Poln. Künstlersymposium

23.-27. August 2017 Tabakfabrik Vierraden in Schwedt/Oder

Armin Bremicker (D), Stefan Beck (D), Sławomir Brzoska (PL) Tomasz Drewicz (PL), Angelika Fojtuch (PL), Katarzyna Górczyńska (PL), Patrick Huber (D), Katharina Kern (D), Anna Kalwajtys (PL), Ute Lindner (D), Tomasz Matuszak (PL), Malgorzata Michalowska (PL), Christoph Lutz-Scheurle (D), Leslaw Tetla (PL)

Finissage: Sonntag, 10. September, 15 Uhr

Führung zum Tag des offenen Denkmals durch die Ausstellung und die Tabakfabrik (15-17 Uhr)

Eröffnung: Samstag, 26. August, 15 Uhr

15 Uhr Eröffnung und Führung durch die Ergebnisse
des Symposiums (Installation / Videos)
16 Uhr Vorträge von Christoph Scheurle und Ulrich Müller-Schöll

Tabakfabrik Vierraden
Schwedter Str. 19, 16303 Schwedt / Ot. Vierraden,
www.kunstbauwerk.de
Anreise: Bahnhof Schwedt(Oder)Mitte,
dann Bus 484 Ri. Gatow (ca. 5km)

Slawomir Brzoska, Foto: Ute Lindner

Slawomir Brzoska, Foto: Ute Lindner

Das diesjährige deutsch-polnische Künstlersymposium beschäftigt sich mit dem Thema von Raum und Identität. Vier Tage lang tauschen sich Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus beiden Ländern aus und präsentieren am Samstag, dem 26. August, ab 15 Uhr Arbeiten zum Thema. Um 16 Uhr findet ein Vortrag von Prof. Dr. Christoph Lutz-Scheurle, Theaterwissenschaftler/Fachhochschule Dortmund, statt.

Initiator des Symposiums ist das Kunstprojekt COPYRIGHTberlin, das 1999 als interdisziplinäre Plattform für künstlerische Positionen und Strategien von Patrick Huber und Ute Lindner gegründet wurde.
Das Symposium entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunstbauwerk e.V., dem Betreiber der Tabakfabrik Vierraden, sowie Slawomir Brzoska, Professor für Bild und Raum, Kunstuniversität Posen und Leslaw Tetla, Professor und Dekan der Kunstakademie Katowice.

Beck "Black revisited", Foto: Ute Lindner

Beck “Black revisited”, Foto: Ute Lindner

Gefördert durch:

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Z.E.I.C.H.N.U.N.G.

mit Anett Bauer, Susan Donath, Verena Eichhorn, Kosima Foroghi, Anne Frühauf, Maja Gratzfeld, Fatma Güdü, Eva Jünger, Klara Meinhardt, Ulrike Mundt, ORLANDO,Karen Packebusch, Lisa Pahlke, Sylvia Pásztor, Nadja Poppe, Elisabeth Richter, Marta dal Sasso, Anja Seidel

Eröffnung: 28.7. um 19 Uhr

Einführung: Dr. Alexander Wiehart nebst Gesprächen mit anwesenden Künstler*innen
Performance: Anja Seidel „Ein einfaches Lied über den Tod“

Abb.: Orlando | Aqua II | 2016 | Radierung | 5 x 9,5 cm | Auflage 10

 

Finissage: 12.8. um 19 Uhr
Autorenlesung: Mäki Closch „Die Überzeichneten. Oder: Lächeln ohne Weltraum“

 

Öffnungszeiten: Do-Sa von 14:30-18:30 Uhr
Gallery Weekend: zusätzlich So., 30.7., von 14:30-18:30 Uhr

 

Z.E.I.C.H.N.U.N.G. – die “pointierte” Schreibung des Ausstellungstitels verunsichert: Zeichnung lässt sich nicht auf den einen Punkt bringen. Daher gilt es, die Vielfalt bildkünstlerischen Umgangs mit der Linie an markanten individuellen Positionen zu erkunden. Achtzehn Dresdner und Berliner Künstler*innen wagen Konfrontation und Dialog: Es begegnen einander meisterlicher Duktus, Kritzelei, ausgefeilte Drucktechnik, Fotografie, Scherenschnitt, Textilkunst, Performance und Skulptur. Das in der Kunst Gezeichnete ist meist die vom Leben gezeichnete Kreatur, die nicht weiß, wie ihr geschieht. Mit Taktiken des Be­-, Ver- und Überzeichnens spielt die abschließende Autorenlesung.

Künstler*innen: Anett Bauer, Susan Donath, Verena Eichhorn, Kosima Foroghi, Anne Frühauf, Maja Gratzfeld, Fatma Güdü, Eva Jünger, Klara Meinhardt, Ulrike Mundt, ORLANDO, Karen Packebusch, Lisa Pahlke, Sylvia Pásztor, Nadja Poppe, Elisabeth Richter, Marta dal Sasso, Anja Seidel; Mäki Closch (Dichtung)

Idee und Federführung: Sylvia Pásztor
Kurator: Dr. Alexander Wiehart

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SHANGHAI LU

Patrick Huber, Ute Lindner & Bernhard Thome 

Finissage: Samstag, 08.07.2017, um 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 25.06.-08.07.2017
Öffnungszeiten: Do-Sa von 14:30-18:30 Uhr geöffnet sowie nach Vereinbarung

Im März diesen Jahres waren Patrick Huber, Ute Lindner und Bernhard Thome im Rahmen von Shirley Temple’s International Artist-in-Residence Program nach Shanghai eingeladen, um vor Ort zu arbeiten und eine Ausstellung zu realisieren. Nun zeigen die drei Berliner Künstler in Berlin ihre von Shanghai inspirierten neuen Arbeiten.

Patrick Huber zeigt Landschaftsbilder, die von chinesischen Steinformationen beeinflusst sind, die er in Shanghaier Parkanlagen vorgefunden hat. Ute Lindner war fasziniert von den kahlen Platanen und elektrischen Oberleitungen. Daraus entstanden neue Cyanotypie-Arbeiten, die in ihrer Reduziertheit an chinesische Schriftzeichen erinnern. Weitere Fotografien sowie ein Video sind zu sehen. Bernhard Thome, Künstler und Koch, veranstaltete in Shanghai ein großartiges Menü, bei dem die Gäste bei der Bildentstehung mitwirkten. Am Tag vor der Eröffnung findet nun in Berlin im COPYRIGHTprojektraum am Freitag, den 23. Juni, um 18:30 Uhr ein ähnliches Essen statt: „Shanghai Rose“ (siehe weiter unten).

Pastellzeichnung: Patrick Huber

Pastellzeichnung: Patrick Huber

 

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PREVIEW SHANGHAI LU

4-Gang-Menü „Shanghai Rose“ von Bernhard Thome

Freitag, 23.06.2017, um 18:30 Uhr

„Shanghai Rose“

Amüse              Alternative Blini mit schwäbischem Kaviar

Vorspeise         Der Name von Rose

Rote Bete – Lachs – Rettich – Pu Err Tee

Interim             Ai-eiei

Shanghai Tee Ei – Kartoffellfritate – Erbsenpüree – Speck – Crouton

Hauptgang      Nebelberge

Tempura mit Meeresfrüchten – Quinoa-Algen – Kaiserschote –
Wasabi/Ingwerschaum – Grüntee-Sud

Dessert           Alte Hüte Kuchen

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: UTe Lindner

“Shanghai Rose” von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: UTe Lindner

“Shanghai Rose” von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

“Shanghai Rose” von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

 

    "Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

“Shanghai Rose” von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

 

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

“Shanghai Rose” von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

 

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner.

“Shanghai Rose” von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

“Shanghai Rose” von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

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© No. 9 Space Identity – lab #7:
Taemen Jung, Soojie Kang und Yoonjung Lee

02. JUNI -  17. JUNI 2017  JUNE 2 – JUNE 17, 2017

Öffnungszeiten: Do-Sa 14:30-18:30 Uhr und nach Vereinbarung
Opening hours: Thu-Sat 14:30-18:30, and by appointment

Taemen Jung, Soojie Kang, Yoonjung Lee

Taemen Jung, Soojie Kang, Yoonjung Lee

Die Ausstellung findet im Rahmen des 9. ©-Projektes „Space Identity“ statt:

공간 空間 gong gan

Dieses Wort bedeutet auf koreanisch „der Raum“. Es besteht aus zwei chinesischen Zeichen, 空(gong) und 間(gan). 공(空) bedeutet die Leerheit und 간(間) bedeutet der Abstand. Insgesamt kann das Wort als ein leerer Abstand verstanden werden. Ein leerer Abstand ist unbekannt und undefiniert und enthält viel Potential.

Die drei jungen Künstlerinnen aus Südkorea, die derzeit noch in Leipzig studieren, werden auf unterschiedliche Weise diesen leeren Platz mit ihrer eigenen Identität ausfüllen.
Soojie Kang zeichnet und malt einen virtuellen Raum, der aus ihren Träumen entstanden ist. Sie versucht, ein Bild zu entwickeln, das nur im Kopf und in der Erinnerung existiert.
Yoonjung Lee dreht ein Video zum Thema “der territoriale Raum”. Mit der Geschichte einer koreanischen Familie in Deutschland stellt sie die Frage danach, was der territoriale Raum ist oder sein kann.
Taemen Jung baut einen persönlichen Raum mit wertlosen bzw. einfachen Materialien. Sie fragt damit nach der Bedeutung des Hauses und wird ihren privaten Raum körperlich ausdrücken.

© Yoonjung Lee, Foto: Ute Lindner

© Yoonjung Lee, Foto: Ute Lindner

1.
Der territoriale Raum

Yoonjung Lee: “Die Erde. Ein Territorium ist im weitesten Sinne ein geografisch abgegrenztes Gebiet, das ein bestimmtes Verhältnis zwischen seinen (menschlichen oder tierischen) Bewohner und einer übergeordneten geografischen Einheit ausdrückt. Territorium ist ein Lehnwort aus der lateinischen Sprache. Terra, die Erde, der Erdboden, das Land – das Gebiet einer Stadt. Terra, die Erde, bedeutet in der Fünf-Elemente-Lehre die Mitte und die Harmonie. Eine koreanische Familie, die in Deutschland wohnt, hat ein Grundstück in Deutschland gekauft und sie säat und kultuviert verschiedene Gemüsesorten. Sie verkauft ihre Produkt an Asienmärkte und asiatische Restaurants. Ich denke, die Erde ist ihr Leben. Ihre Vitalität wurzelt tief im Boden wie Pflanzen. Ich mache ein Video über das Thema „der territoriale Raum“. Mit der Geschichte einer koreanischen Familie in Deutschland als Beispiel, stellt es die Frage, was territorialer Raum ist und was die Erde ist.”

 

©Soojie Kang

©Soojie Kang

2. Der virtuelle Raum
Der Traum_Idee Skizzen
Soojie Kang: „ ,Einst träumte Dschuang Dschou, dass er ein Schmetterling sei, ein flatternder Schmetterling, der sich wohl und glücklich fühlte und nichts wußte von Dschuang Dschou. Plötzlich wachte er auf: da war er wieder wirklich und wahrhaftig Dschuang Dschou. Nun weiß ich nicht, ob Dschuang Dschou geträumt hat, dass er ein Schmetterling sei, oder ob der Schmetterling geträumt hat, dass er Dschuang Dschou sei, obwohl doch zwischen Dschuang Dschou und dem Schmetterling sicher ein Unterschied ist. So ist es mit der Wandlung der Dinge.´
(Dschuang Dschou, 胡蝶之夢)

Was bedeutet eigentlich virtueller Raum?
Das Virtuelle erscheint so völlig vom Raum im klassischen Verständnis eines geografisch verorteten, abgeschlossen Gebietes abgetrennt. Ich erlebte diesen unechten Raum außerhalb des Internets fast jede Nacht, und zwar in meinen Träumen. Manchmal erwache ich nach einem langen Traum und bin verwirrt, weil ich nie einen Traum als einen Traum wahrgenommen habe. Ich bin überrascht, ich habe sogar geweint, um die Wahrheit aufzunehmen, denn, was ich eben gerade erfahren habe, war alles eine Erfindung und nur in meinem Kopf entstanden. Diese indirekte Erfahrung ist zwar nur ein Traum, übte aber auf meinen Alltag und Gedanken einen großen Einfluss aus.
Ich werde den virtuellen Raum aus dem Traum mit Farbe und Form auf die Leinwände ausdrücken. Es wird konkret dargestellt, aber zugleich verschwommen sein, weil ich nur von meiner Erinnerung abhängig bin.
Wegen des ewigen Wandels gibt es keinen besonders ausgezeichneten Standpunkt. Die Welt lässt sich nicht durch ein einziges Prinzip oder Gesetz erklären, es gibt keinen festen Grund, von dem aus sich philosophische Gewissheit über die Dinge erreichen lässt. Traum und Realität: beide Perspektiven sind zwar eindeutig unterscheidbar, aber in ihrer Stellung zur Wahrheit gleichberechtigt.”

© Taemen Jung, re. Malerei von Soojie Kang, Foto: Ute Lindner

© Taemen Jung, re. Malerei von Soojie Kang, Foto: Ute Lindner

 

3. Der körperliche Raum

Taemen Jung: “Das Nest”
“Das Haus ist für Menschen eigentlich ein Schutz gegen natürliche Katastrophen, aber heutzutage hat man Schwierigkeiten, ein eigenes Haus zu haben.
Seit 2013 bin ich in Deutschland und bin 7 mal umgezogen. Durch diese Erfahrung habe ich mir die Bedeutung des Hauses noch mal neu überlegt. Die Generation, der ich angehöre, wird “Nomade” genannt. Auf vielfältige Weise zieht man von einer Stadt in die andere, von Land zu Land. Dieses nomadische Leben macht die Bedeutung des Hauses wichtiger, weil das Haus ein eigener, einziger persönlicher Raum ist, wo man irgendwo bleibt.
Ich baue meinen persönlichen Raum mit Eierpackungen. Die sind auch als Schutz für die Eier gemacht, aber sind noch wertloser. Es wird ein körperlicher Raum, in dem ich wirkliches Leben ausdrücken möchte.”

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