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© No. 9: im-raum-stehen

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Interdisziplinäre Veranstaltungsreihe mit Ausstellungen, abschließendem Symposium und Publikation
Für 2018 plant COPYRIGHTberlin eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe zum Thema Raum und Identität mit Ausstellungen, Performances, Lesungen sowie einem abschließenden Symposium, auf dem auch die Publikation vorgestellt werden soll. Zu den drei Themenbereichen wird es jeweils eine Gruppenausstellung geben sowie weitere Doppelpräsentationen in den beteiligten Projekträumen COPYRIGHTberlin, Kronenboden und uqbar.
Das Symposium ist für den 24. November 2018 geplant und umfasst vier Vorträge mit moderiertem Gespräch sowie zwei Performances.
In einer Zeit der Auflösung der persönlichen Privatsphäre, wo die Kneipen und Cafés an Wohnzimmer erinnern und die Werbung das absolute Wir postuliert, betreten wir unsere Wohnungen, die einst unser Heim waren, um sie schnellstmöglich wieder mittels des World Wide Web zu verlassen. Ein schieres Universum aller vorstellbaren Identitäten eröffnet sich, die viele nur mit gefakten Namen und fremden Identitäten ertragen. Dieser virtuelle Raum prägt auch die Wahrnehmung unserer konkreten Lebenswelt. Dieser (Un-)Ort, dem jegliche Identität abhanden gekommen zu sein scheint, steht nun im Fokus der hier vorgestellten künstlerischen Forschungen.
im-raum-stehen schafft zugleich auch die Möglichkeit, vom eigenen Körper aus das Große und Ganze sehen zu können. Gerade in der Diskrepanz zur rein virtuellen Welt gewinnt der Körper als Gegenpol in der Kunst an Bedeutung.
Vereinfacht ausgedrückt werden wir in unserer Veranstaltungsreihe drei Aspekte beleuchten: 1. den territorialen Raum, 2. den virtuellen Raum und 3. den körperlichen Raum. Mit dem erstgenannten Raum setzt sich beispielsweise die Arbeit von Maya Schweizer und Franz John auseinander, mit dem Virtuellen beschäftigt sich die Arbeit von Tim Otto Roth. Vielfach gibt es auch Kombinationen dieser drei Aspekte wie beispielsweise die Arbeit von Yuki Jungesblut, die das Territoriale mit dem Virtuellen verbindet, während Yvon Chabrowski in ihrer Arbeit “Territory” die Problematik der sich im Raum bewegenden Körper thematisiert oder auch die Arbeit von Thomas Scheffer, die das Virtuelle mit dem Körper konfrontiert.

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Michael Kurzwelly, Vortrag über Nowa Amerika, ID-Symposium 2014, Tabakfabrik Vierraden

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