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                                                                                     PDF Dokumentation COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3

27. JAN – 25. FEB 2017 JAN 27 – FEB 25, 2017

Blue Notes #3, COPYRIGHTberlin, Foto: Patrick Huber

Foto: Patrick Huber

Als Blue Notes bezeichnet man in der Musik Töne, die in besonderem Maß den Charakter des Blues prägen. Es sind Zwischentöne, die sich nicht in unser Tonsystem einfügen lassen.
Auch hier lassen sie sich schwer einordnen, denn es sind blaue Notizen oder blaue Übersetzungen von Kunstwerken, die uns befreundete Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung gestellt haben, um von ihnen 1:1-Kopien als Cyanotypien herzustellen – jene alte fotografische Technik, in der die Sonne blaues Pigment erzeugt.
Sie sind autonome Kunstwerke, zugleich liegt in ihnen die Sehnsucht nach dem Original, und Sehnsucht ist auch beim Blues das intimste Gefühl. So wird mit der Zeit allmählich ein Archiv anwachsen – blaue Erinnerungen an das Original.

Die Cyanotypien wurden angefertigt nach Originalen von Minor Alexander, Peter Anders, Norbert Artner, Marc Bellini, Armin Bremicker, Lionel Desneux, Thomas Draschan, Marie-Hélène Fabra, Roland Fuhrmann, Catherine Geoffray, Wolfgang Georgsdorf, Kasia Górzyńska & Rafal Górzyński, Pierre Granoux, Hauenschild/Ritter, Anton Henning, Patrick Huber, Yuki Jungesblut, Katharina Kern, Astrid Köppe, Regine Kolle, georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Ralf Michna, Ulrike Mohr, Susanne Moll, Isabel Pauer, Maya Roos, Wolfgang Rüppel, Florian Schmidt, Hagen Schümann, Maya Schweizer, Veit Stratmann, Cannelle Tanc, Tobias Trutwin, Frédéric Vincent.

Patrick Huber & Ute Lindner, "Blue Notes - Original Kasia Gorczinska", Originalfoto: Rafal Gorczinski, 2016, Cyanotypie

“Blue Notes – Original Kasia Gorczinska”, Originalfoto: Rafal Gorczinski, 2016, Cyanotypie

Blue Notes are intermediate tones, which cannot be inserted into our tone system and which characterize the Blues. In this exhibition we present blue translations of works of art by different artists. 1:1-copies of the original works are transformed into cyanotypes – that old photographic technique, in which the sun produces blue pigment. They are autonomous works of art but at the same time the memory of the original is still alive. A blue archive is gently growing – blue memories of the original.

The cyanotypes are based on original artworks by Minor Alexander, Peter Anders, Norbert Artner, Marc Bellini, Armin Bremicker, Lionel Desneux, Thomas Draschan, Marie-Hélène Fabra, Roland Fuhrmann, Catherine Geoffray, Wolfgang Georgsdorf, Kasia Górzyńska & Rafal Górzyński, Pierre Granoux, Hauenschild/Ritter, Anton Henning, Patrick Huber, Yuki Jungesblut, Katharina Kern, Astrid Köppe, Regine Kolle, georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Ralf Michna, Ulrike Mohr, Susanne Moll, Isabel Pauer, Maya Roos, Wolfgang Rüppel, Florian Schmidt, Hagen Schümann, Maya Schweizer, Veit Stratmann, Cannelle Tanc, Tobias Trutwin, Frédéric Vincent.

 

Blue Notes #3, nach Originalen von Anton Henning, Maya Schweizer, Yuki Jungesblut und Ulrike Mohr, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Anton Henning, Maya Schweizer, Yuki Jungesblut und Ulrike Mohr, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Veit Stratmann, Peter Anders, Astrid Köppe, Isabel Pauer, Hagen Schümann, Norbert Artner, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Veit Stratmann, Peter Anders, Astrid Köppe, Isabel Pauer, Hagen Schümann, Norbert Artner, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Minor Alexander, Roland Fuhrmann, Patrick Huber, Katharina KErn, Frédéric Vincent, Tobias Trutwin, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Minor Alexander, Roland Fuhrmann, Patrick Huber, Katharina KErn, Frédéric Vincent, Tobias Trutwin, COPYRIGHTberlin

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THOMAS DRASCHAN
deep space eins sechs

3. – 29. OKT 2016 OCT 3 – 29, 2016

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Thomas Draschan (Foto: Ute Lindner)

Thomas Draschan (Foto: Ute Lindner)

© Thomas Draschan

© Thomas Draschan

 

COPYRIGHTberlin ist mit der Ausstellung Thomas Draschan ausgewählt worden, beim 7. Europäischen Monat der Fotografie Berlin (EMOP Berlin) im Oktober 2016 teilzunehmen.
COPYRIGHTberlin will be part of the 7th European Month of Photography Berlin (EMOP Berlin) with an exhibition of Thomas Draschans‘ work in October 2016.

Als Teil des Ausstellungsprojekts deep space eins sechs, einer Kooperation mit den Projekträumen Kronenboden und uqbar in der Schwedenstraße 16, zeigt COPYRIGHTberlin eine Ausstellung mit neuen Arbeiten des österreichischen Künstlers Thomas Draschan (Wien/Berlin).
Zu sehen sind Papiercollagen aus fotografischen Fundstücken, die digital weiterbearbeitet wurden. Dabei handelt es sich meist um klare Gegenüberstellungen: Lenin und ein Schimpanse, Dali und Giraffen, Picasso mit Tapir in exotischem Ambiente. Respektlos plündern die Arbeiten die Kunst-, Fotografie- und Architekturgeschichte und stellen aus deren Versatzstücken aktuelle Fragen zur Stellung von Kunst und der Person des Künstlers. Verdrängtes und Unbewusstes wird leicht und spielerisch inszeniert. Aber hinter der bunten Fassade lauert ein Abgrund: Wenn sich die angedeuteten Geschichten und Metaphern im Kopf des Betrachters weiterspinnen, ist der Rückwärtssalto in luftiger Höhe nicht ohne Gefahr. Kann der Künstler einen konstruktiven Beitrag leisten oder handelt es sich nur um Seifenblasen aus seinem Gehirn?

As part of the exhibition project deep space one six, a cooperation with the project spaces Kronenboden and uqbar in Schwedenstraße 16, COPYRIGHTberlin presents an exhibition with new works by the Austrian artist Thomas Draschan (Vienna/Berlin).
On view are paper collages made from digitally reworked found photographic material. The majority of images are clear juxtapositions: Lenin and a chimpanzee, Dali and giraffes, Picasso with a tapir in exotic surroundings. The works irreverently plunder the history of art, photography and architecture, and pose current questions regarding the position of art and the artist’s person. While repressed and unconscious themes are presented in a light and playful manner, an abyss lurks behind the colourful façade: if the viewer takes the metaphors and suggested stories to their logical conclusion, this backwards somersault is not without danger. Is the artist capable of making a constructive contribution, or is it all nothing more than soap bubbles floating out of his brain?

Kuratiert von | Curated by Patrick Huber & Ute Lindner

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Michael Kurzwelly
Wirklichkeitskonstruktion als angewandte Methode

08.-18.09.2016

Michael Kurzwelly, WEISSE ZONE (Wanderkarte)

Michael Kurzwelly, WEISSE ZONE (Wanderkarte)

“Die ‘großen Wirklichkeiten’, die uns anscheinend von außen vorgegeben werden, sind nur eine Vereinbarung über eine Realität, die wir Menschen uns als Rahmen gegeben haben. Aus diesem Grunde können wir durch gezielte Raumumordnungen neue Wirklichkeitskonstruktionen erschaffen. Wenn wir dann nach dieser neuen Realität leben, manifestiert sie sich quasi als ‘self fulfilling prophecy’. ” (Michael Kurzwelly).
Ein Beispiel dafür zeigt sich in der Arbeit der “weissen Zone”, bei der es sich um ein in Brandenburg gelegenes Gebiet von 140 Quadratkilometern handelt, das es nicht mehr gibt. Es gibt Wanderkarten, die um diese Fläche des Nichts führen sowie touristische Angebote im Zonenrandgebiet. Ein eigens gegründetes Institut hilft bei der Vorbereitung auf die Erfahrung des Nichts.
Michael Kurzwelly, der derzeit auch an der Ausstellung “Space Identity” in der Tabakfabrik Vierraden beteiligt ist, ist ein Grenzgänger zwischen Polen und Deutschland, wohnhaft in Słubfurt, einer sprachlichen Verbindung von Słubice und Frankfurt/Oder. In seinen Projekten beschäftigt er sich mit Fragen von Identität und Grenze und den dahinter stehenden Strategien. Darüber hinaus geht es ihm in seinen Projekten um die Umdeutung gesellschaftlicher Probleme in neue Wirklichkeitskonstruktionen, die unter Einbezug vieler Akteure in das alltägliche Leben eindringen.

Weitere Links:
www.arttrans.de
www.slubfurt.net
www.nowa-amerika.eu

PDF: MichaelKurzwelly-Text-3Seiten

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Space Identity

Roland Fuhrmann, Rafał Górczyński, Patrick Huber, Franz John, Yuki Jungesblut, Michael Kurzwelly, georgia Krawiec, Ute Lindner, Thomas Scheffer, Wolfram Spyra
Performances: Kasia Górczyńska, Tanz; Arnim Huber / Nicole Faber, Impro; Karina Lejeune, Gesang; Spyra / Roksana Vikaluk, Sound

3.-11. September 2016

Tag des offenen Denkmals: So., 11. September, 12-17 Uhr, 14 Uhr Führung durch die Ausstellung und die Tabakfabrik Vierraden

Tabakfabrik Vierraden Schwedter Str. 19, 16303 Schwedt / Ot. Vierraden

Weitere Infos zu den einzelnen Künstler*innen hier im PDF (4 Seiten, 490 KB).

© Yuki Jungesblut

Yuki Jungesblut, Notationen Serie:
Neuruppiner Elegien: #1 (Fontanes Uhr), Notation
Fine Art Druck, 29,7cm x 21cm, 2016
aus der Arbeit: Wood Worm Works, Rechercheprojekt

Am 3. September um 14 Uhr wird die Ausstellung „Space Identity“ in der Tabakfabrik Vierraden in Schwedt mit zehn Künstlern und Künstlerinnen, die zum Teil spezifische Arbeiten für diesen besonderen Ort zum Thema Raum und Identität realisieren, eröffnet. Wir freuen uns, dass wir auch die multimediale Ausstellung Nowa Amerika – im land der migranten zeigen können.
Zur Eröffnung finden ein Vortrag von Michael Kurzwelly, Mitbegründer von Nowa Amerika, und Performances von Kasia Górczyńska, Arnim Huber/Nicole Faber, Karina Lejeune und Spyra/Roksana Vikaluk statt mit anschließendem Fest.
Zur Finissage am Tag des offenen Denkmals am Sa., 11. September, ab 12 Uhr wird es zudem um 14 Uhr eine Führung durch die Ausstellung und die Tabakfabrik geben.
Den genauen Programmablauf entnehmen Sie bitte in Kürze hier auf unserer Webseite.

KONZEPT

In einer Zeit der Auflösung der persönlichen Privatsphäre, wo die Kneipen und Cafés an Wohnzimmer erinnern und die Werbung das absolute Wir postuliert, betreten wir unsere Wohnungen, die einst unser Heim waren, um sie schnellstmöglich wieder mittels des World Wide Web zu verlassen. Ein schieres Universum aller vorstellbaren Identitäten eröffnet sich, die viele nur mit gefakten Namen und fremden Identitäten ertragen. Dieser virtuelle Raum prägt auch die Wahrnehmung unserer konkreten Lebenswelt. Dieser (Un-)Ort, dem jegliche Identität abhanden gekommen zu sein scheint, steht nun im Fokus der hier vorgestellten künstlerischen Forschungen.
Space identity schafft zugleich auch Raum, vom eigenen Körper aus das Große und Ganze sehen zu können. Gerade in der Diskrepanz zur rein virtuellen Welt gewinnt der Körper als Gegenpol in der Kunst an Bedeutung.

Vereinfacht ausgedrückt werden wir drei Aspekte beleuchten: 1. den territorialen Raum, 2. den virtuellen Raum und 3. den körperlichen Raum. Mit dem erstgenannten Raum setzt sich beispielsweise die Arbeit von Franz John auseinander. Vielfach gibt es auch Kombinationen dieser drei Aspekte wie beispielsweise die Arbeit von Yuki Jungesblut, die das Territoriale mit dem Virtuellen verbindet oder die Arbeit von Thomas Scheffer, die das Virtuelle mit dem Körper konfrontiert.

Warum Kunst und Identitätsforschung hier in der Tabakfabrik in Vierraden?
Schwedt liegt direkt am Naturpark Unteres Odertal und ist gleichzeitig ein Industriestandort. Es ist eine Stadt der Grenzen: zwischen Natur und Industrie, zwischen Deutschland und Polen, zwischen alter und neuer Geschichte.
Sofort stellt sich die Frage nach der Identität dieses speziellen Ortes, seiner Umgebung und besonderen historischen Entwicklung.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen COPYRIGHT und dem Kunstbauwerk e.V., Berlin.

The project “Space Identity” took place at the Tabakfabrik Vierraden 120 km northeast of Berlin.

Heritage Day: Sun, 11 September, 12:00-17:00, 14:00 Guided tour through the exhibition and the Tabakfabrik Vierraden

The project is a collaboration between COPYRIGHT and Kunstbauwerk e.V.

Gefördert von / Supported by:

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(Para)Matters of Perception – Lidija Delić, Nina Ivanović, Sava Knežević, Isidora Krstić, Iva Kuzmanović, Nemanja Nikolić und Marija Ševic

13.-28.08.2016

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Vom 12. bis 28. August 2016 zeigt uqbar zusammen mit den benachbarten Projekträumen Copyright und Kronenboden die Ausstellung (Para)Matters of Perception. Mit dieser Ausstellung präsentiert der Artist-Run Space U10 aus Belgrad, Serbien, seine Arbeit in Berlin. Weitere Informationen:
uqbar, http://u10.rs/eng/index.html, https://www.facebook.com/U10page/

Opening: 12 August 2016, 19:00
13 – 28 August 2016
Opening Hours: Thu-Sat 14:30-18:30

In cooperation with the neighboring project spaces Copyright and Kronenboden uqbar shows the exhibition (Para) Matters of Perception. With this exhibition the artist-run space U10 from Belgrade, Serbia, presents its work to a Berlin audience. Further information:
uqbar, http://u10.rs/eng/index.html, https://www.facebook.com/U10page/

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Thomas Scheffer

META
floating senses

27.05.-26.06.2016

Foto: Ute Lindner

Foto: Ute Lindner

META, INTERACTIVE VIDEO INSTALLATION, HD, COLOR, NO SOUND, 2016

Ausführlicher Text zum Projekt auf Englisch von Mark Gisbourne siehe PDF:
1605_COPYRIGHT-thomasscheffer
Infos zum Künstler: Thomas Scheffer

Mit freundlicher Unterstützung von:
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Thomas Scheffer
META – floating senses
27 May till 26 June 2016

META is an interactive, video installations for video projectors and video screens. The video installation reach the interactivity without interfaces and sensors.
An essay by Mark Gisbourne about the project in English can be downloaded here:
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Info about the artist Thomas Scheffer

Musikalisches Intermezzo – von Bach bis Prokofjew: mit Karina Lejeune (Sopran) und Andreas Discher (E-Piano), 26. Juni 2016

Concert with Karina Lejeune (Soprano) and Andreas Discher (e-piano), 26 June 2016

Foto: Ute Lindner

Foto: Ute Lindner

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BLUE NOTES #2 par COPYRIGHT

CAVE A BANANES, Paris

(in Kooperation mit Marie-Hélène Fabra)

nach Originalen von Minor Alexander, Norbert Artner, Marc Bellini, Armin Bremicker, Lionel Desneux, Marie-Hélène Fabra, Roland Fuhrmann, Catherine Geoffray, Kasia & Rafa Górczynski, Pierre Granoux, Anton Henning, Patrick Huber, Katharina Kern, Regine Kolle, georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Guillaume Mary, Ralf Michna, Ulrike Mohr, Susanne Moll, Maya Roos, Wolfgang Rüppel, Hagen Schümann, Veit Stratmann, Cannelle Tanc, Tobias Trutwin, Frédéric Vincent

Original: Armin Bremicker
Original: Armin Bremicker
Foto: Ute Lindner

Foto: Ute Lindner

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ROLAND GEISSEL 500 Postcards

27.02.-01.05.2016

Videoarbeit (Interview mit Mr. Tan) von Roland GeisselVideoarbeit (Interview mit Mr. Tan) von Roland Geissel
Roland Geissel, "ningbo lu shanghai", 2008, c-print

Roland Geissel, “ningbo lu shanghai”, 2008, c-print

 

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Eröffnung / Opening

 

2016 starteten wir mit Arbeiten von Roland Geissel, es ist seine erste Einzelausstellung, seit er nach achtjährigem Auslandsaufenthalt aus Asien zurückgekehrt ist. 2007 übersiedelte der damals in Berlin lebende Maler zunächst nach Schanghai und lebte danach von 2009 bis 2015 in Singapur.

Im Frühjahr 2012 wurde Roland Geissel von uns zu einem Symposium zum Thema Identität eingeladen. Dafür entwickelte er eine Arbeit, die es ihm ermöglichte, ohne große Transportkosten und auch ohne selbst von Singapur aus nach Berlin fliegen zu müssen, an der Veranstaltung teilnehmen zu können. Die Idee war, nach einer bestimmten Spielregel jeden Tag eine Postkarte zu schicken. Mit Hilfe eines Stempelsets schrieb er auf jede Postkarte einen Satz mit einen Tagesstempel (mit roter Farbe), damit deutlich wurde, dass für jeden Tag tatsächlich eine Postkarte abgeschickt wurde. So entstanden im Zeitraum vom 1. Mai 2012 bis 15. September 2013 mehr als 500 Postkarten, die aus zehn unterschiedlichen Ländern verschickt wurden.
Der Titel “500 Postcards” ist angelehnt an die Buchreihe “500 early postcards” welche für etliche Städte (wie Malacca, Penang, Kuala Lumpur, Bangkok, Jakarta, Singapur usw.) in Südostasien publiziert wurden . Hierbei handelt es sich um ppc (picture postcard) aus der Kolonialzeit und da die meisten ppc von Europäern in ihre Heimat verschickt wurden beeinflussten sie damit auch unsere Wahrnehmung von Südostasien.

IN DEUTSCHLAND BESCHLAGEN DIE AUTOSCHEIBEN VON INNEN HIER VON AUSSEN – 3 OKT 2012

“Mit einem Satz kann man keine langen Geschichten erzählen, es sind kurze Gedanken, die einem Deutschen, der in Singapur für einige Zeit lebt, durch den Kopf gehen könnten. Jemandem, der aus einem anderen Kulturraum für eine gewisse Zeit nach Singapur käme, würden möglicherweise andere Dinge auffallen.” (Roland Geissel)

DER SINGAPURER FARBGESCHMACK IST MIT GOETHES FARBENLEHRE NICHT ZU ERKLÄREN – 29 AUG 2012

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Den 500 Karten, mit ihren an Haikus erinnernden Gedankensätzen, sind Architekturfotografien gegenübergestellt, an deren Serie Roland Geissel seit 2007 arbeitet. Schon in Berlin benutzte er die Fotografie für seine Arbeiten, in Asien wurde sie zu seinem wichtigsten künstlerischen Medium.

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“Damals kam ich von Berlin nach Shanghai und habe mich über die Architektur der Stadt gewundert. Da gab es Häuser, bei denen ich gar nicht wusste, was das ist oder zu welchem Zweck diese Gebäude gebaut wurden. Zuerst habe ich nur – merkwürdige – Häuser fotografiert, dann kamen auch andere hinzu. Was mich immer wieder beeindruckt hat, war die mir unverständliche Ästhetik der Gebäude, die ich oft als hässlich empfand. Ich habe erst einmal nur gesammelt, so wie ein anderer Käfer oder Schmetterlinge sammelt. Und so, wie man in einer Käfersammlung plötzlich die Schönheit eines Mistkäfers entdeckt, ging es mir mit einem Gebäude, welches von oben bis unten mit pinkfarbenen Kacheln bedeckt war. Weder die Postkarten sind für die Architekturfotografien hergestellt noch sind die Architekturfotografien für die Postkarten gemacht worden. Die Sätze auf den Postkarten beziehen sich nicht direkt auf die Fotografien. Es verhält sich eher so wie bei unseren beiden Gehirnhälften, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen, um sich in der Welt zurechtzufinden.” (Roland Geissel)

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Blue Notes #1

Minor Alexander | Norbert Artner | Armin Bremicker | Roland Fuhrmann | Kasia & Rafał Górczyński | Pierre Granoux | Anton Henning | Patrick Huber | Katharina Kern | georgia Krawiec | Ute Lindner | Rémy Markowitsch | Susanne Moll | Ralf Michna | Maya Roos | Wolfgang Rüppel | Hagen Schümann | Cannelle Tanc | Tobias Trutwin | Frédéric Vincent

30.10.-20.11.2015
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Als Blue Notes bezeichnet man in der Musik Töne, die in besonderem Maß den Charakter des Blues prägen. Es sind Zwischentöne, die sich nicht in unser Tonsystem einfügen lassen.
Auch in unserem Fall lassen sie sich schwer einordnen, denn es sind blaue Notizen oder blaue Übersetzungen von Kunstwerken, die uns befreundete Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung gestellt haben, um von ihnen 1:1-Kopien als Cyanotypien herzustellen – jene alte fotografische Technik, in der die Sonne blaues Pigment erzeugt.

Original: Norbert Artner, "Beijing"

Original: Norbert Artner, “Beijing”

Sie sind autonome Kunstwerke, zugleich liegt in ihnen die Sehnsucht nach dem Original, und Sehnsucht ist auch beim Blues das intimste Gefühl. So wird mit der Zeit allmählich ein Archiv anwachsen – blaue Erinnerungen an das Original.

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31 October till 20 November 2015

Blue Notes are intermediate tones, which cannot be inserted into our tone system and which characterize the Blues. In this exhibition we present blue translations of works of art by different artists. 1:1-copies of the original works are transformed into cyanotypes – that old photographic technique, in which the sun produces blue pigment. They are autonomous works of art but at the same time the memory of the original is still alive. A blue archive is gently arising – blue memories of the original.
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pig in a poke

Gabriel Vormstein Hagen Schümann Minor Alexander Timo Klöppel

Four artists meet five curators – Patrick Huber, Yulia Belousova, Lina Scheewe, Mario Margani and Dina Nurpeissova

Konzept: Hagen Schümann, Åplus

18.09.-26.09.2015
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Wer ein Schwein – oder wie man in Deutschland sagt: eine Katze – im Sack kauft, muss es auch mit nach Hause nehmen. Und anders als bei den in Mode gekommenen Blind Dates via Tinder gibt es hier kein zurück, denn die Spielregeln sind:
Vier Künstler: Gabriel Vormstein, Hagen Schümann, Minor Alexander und Timo Klöppel, die das Prinzip der Wahlverwandtschaft zusammenführte, suchen unabhängig voneinander ihre Arbeiten aus und bringen sie in einen Ausstellungsraum. Dort werden sie von einem Rudel Kunstvermittler: Patrick Huber, Yulia Belousova, Lina Scheewe, Mario Margani und Dina Nurpeissova, die sich kaum oder gar nicht kennen, in eine Ausstellung gepackt. Dass hier das sonst übliche Kräfteverhältnis von 1:4 auf 5:4 geändert wird, zeigt schnell, dass in dem Sack mindestens neun Schweine stecken.

Pig in a poke. Four artists – Gabriel Vormstein, Hagen Schümann, Minor Alexander and Timo Klöppel – meet five curators – Patrick Huber, Yulia Belousova, Lina Scheewe, Mario Margani and Dina Nurpeissova. Each artist will contribute a selection of works without knowing what the others will present. Instead of one there will be five curators to deal with all the pigs in the poke.

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Kasia Górczyńska & Rafał Górczyński, Posen

IKEBANA

27.06.-18.07.2015

Die gesamte Struktur der japanischen Blumen-Arrangements basiert auf drei Hauptpunkten, die den Himmel, die Erde und die Menschheit symbolisieren.
Die Arbeit von Rafal und Kasia Gorczynski ist wie ein Ritual, das den unvermeidlichen Prozess der Weitergabe zeigt.
Die Austellung “Ikebana” präsentiert und symbolisiert die Verlegung des Lebens.
Die Künstler verwenden die Regeln aus dem natürlichen Umgebung. Die Elemente der Arbeit, die nach oben führen, sind als ein Symbol für nachhaltige Entwicklung zu verstehen, die das ganze menschliche Leben begleiten soll.
Auf der anderen Seite – nach unten – zeigen sie Zeichen des Lebens mit all seiner Vergänglichkeit und Volatilität.

Performance mit Kasia Gorzcinska

Performance mit Kasia Górczyńska

Kasia Górczyńska
Performerin, Musikerin, Choreografin.
Absolventin des künstlerischen und musikpädagogischen Master-Studiums an der Hochschule für Musik Ignacy Jan Paderewski in Posen (Studiengang Komposition und Musiktheorie, Schwerpunkt Rhythmik und Klavierimprovisation). In 2009 hat sie ‘mit Auszeichnung’ das Aufbaustudium in Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden beendet. Sie arbeitete an der Hochschule für Musik in Dresden und als Dozentin in der DRK in Dresden. Seit 2013 ist sie Mitglied des Rhythmik Institutes Hellerau e. V. in Dresden. In ihrer künstlerischen Tätigkeit verbindet sie verschiedene Medien wie Musik, Bewegung, Video, Arbeiten mit Objekten. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Österreich, Frankreich, Spanien, Lettland, Deutschland und Polen präsentiert.
www.kasiagorczynska.com
Rafał Górczyński was born in 1980. At the age of 20, he starts his studies at the Academy of Fine Arts in Poznan Faculty of Architecture and Design. In 2005, he begins to work as an Assistant at the Sculpture and Perfoming Arts Department of Space Activity. His work combines the experience of sculpture, design and architecture in an art installation. In 2010 begins his doctoral studies at the Department of Space Activity.
www.rafalgorczynski.com

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Cannelle Tanc / Frédéric Vincent, IMMANENCE, Paris:

Space-Run Berlin

Presentation & Talk, with French Crepes, Coffee & Wine

25.04.2015, 19:00

For this exhibition, we are showing a selection of 36 photographies of Artist-Run Spaces from Berlin since the 70’s to now. We made a selection of 36 artist-run spaces according to approximately 200.The pictures showing a view of the location according to Google Street View and the web site of the space (if it exists). We have chosen Google Street View for his impersonnality because often the view of the location is anachronistic.This presentation of this 36 Artist-Run Spaces shows the history of the city, all this Artist-Run Spaces are also the presence of the city and his future.

The chosen artist-run spaces are: after the butcher, art laboratory berlin, Atelier Michael Diller, Atelier Galerie Scheib, Ausland, Berlin Weekly, Capri, Copyright, Die raum, Die Tödliche Doris, EP galerie jürgen schweinebraden, experimental System, FIT, Flutgraben, Galerie De LOCH, general public, Immanence (the residence), In Situ, Kippenberger Büro, Kottishop, Kunsthalle am Hamburgerplatz, Kunstraum t27, Lab for emerging arts and performance, Laden für nichts, Lage egal, Lindnerhuber, loge, mica moca, rot grun, scotty enterprise, sox, sparwasser HQ, uqbar, visite ma tente, ZKU.

(Cannelle Tanc & Frédéric Vincent)

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Film- und Videoabend zum Thema “Space Identity” u.a. mit Beiträgen von Franz John (“Interzone”), Katharina Kern (“Locus Amoenus”) & Science Fiction

27.03.2015, ab 19:00

Franz John: Lost Places – Landeplätze für die Zukunft

29.03.2015, 16:00 Vortrag mit anschließendem Gespräch, dazu Space Cakes, Coffee & Tea

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Foto: Scott MacLeod

” ‘Lost Places’ sind verlassene Orte, die von einer gewissen Ausstrahlung oder Aura leben, aber ihre ursprüngliche Bedeutung eingebüßt haben.
Der ‘Schöppinger Berg’ im westlichen Münsterland ist ein solcher Ort. Historisch ein kultisch ‘heiliger Ort’, dann Abschussrampe für die V2 und noch etwas später Teil des NATO-Schutzschildes gegen einen atomaren Angriff aus dem sowjetischen Raum.
Von Oktober 2006 bis Januar 2007 hielt ich mich als Stipendiat im Künstlerdorf Schöppingen auf und versuchte, solche Spuren der Vergangenheit mit der Zukunft zu verknüpfen. In Anlehnung an den berühmten SF-Roman der Brüder Strugatzki ‘Picknick am Wegesrand’ begab ich mich auf die Spurensuche und untersuchte, inwieweit die ‘Energien’ solcher ‘magischer Orte’ noch aufzuspüren sind und wie diese sich in einer nicht allzufernen Zukunft wieder verwandeln oder transformieren könnten.
In diesem Zusammenhang wurde die Errichtung einer in die Zukunft weisenden ‘Andockstation’ denkbarer Fortbewegungsmittel und Kommunikationsstrukturen, sowie ein Ausbau als intergalaktischer ‘Picknick- und Parkplatz’ in direkter Umgebung der ausgedienten Raketen- und Radaranlagen angeregt, die später auf vergleichbare Orte wie die verwandte Nikebasis auf dem Hill 88 bei San Francisco ausgedehnt werden könnte.”
(Franz John)
> Hier noch ein Link: http://f-john.de/lostplaces/

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Quiz ohne Teilnehmer

Hussam Naggar

Lesung

28.11.2014

Lesung mit Hussam Naggar

Lesung mit Hussam Naggar

Zur Lesung:
Quiz ohne Teilnehmer
Antworten auf gewisse Fragen, die mich beschäftigen, kommen nicht in regelrecht versprachlichter Form zu Tage, sondern vielmehr in einer gänzlichen Auflösung der Fragestellung.
Anfänglich eingebrachte Thematiken verlieren ihre Bedeutung im Laufe des Geschehens. Ein lyrisches Ich taucht von Zeit zu Zeit auf, ist aber nicht als Protagonist zu verstehen, sondern vielmehr als Statist ohne erkennbaren Zusammenhang, ein Jemand, der sich scheinbar verlaufen hat, aber mit dieser Orientierungslosigkeit unter uns leben kann, weil er sich einfach als Spaziergänger ausgibt und so seine Lösung in sich trägt. Einem eingeworfenen Schuh, der sich verselbstständigt und ihm davonläuft, trauert er nicht hinterher, weil es auch möglich ist, sich barfuß auf den Weg zu machen.
Ein Museum oder ein Wartezimmer wird als Bewusstseinsraum begriffen, wo Zeit seine Rolle verliert und ein Raum sich auftut, der ein wenig mit Worten bestückt wird.
In meiner lyrischen Prosa spiele ich mit der Versinnbildlichung von Wahrnehmungsprozessen, einen Kern gibt es nicht, der Sinn kreist girlandenartig um eine Leere; kurzzeitig kommt eine Süße in den Sinn. Diese Texte hinterlassen eine zweifelhafte Erinnerung, weil sie sich in einer Kippbewegung präsentieren; man weiß nicht so richtig, mit was man es zu tun hat. Sie sind nicht mehr als wahrscheinlich.
Hussam Naggar

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Powering Lives in Singapore

Ute Lindner und Patrick Huber

01.10.-30.11.2014

Powering Lives in Singapore

Powering Lives in Singapore

with works by Ute Lindner and Patrick Huber

copyrightberlin_fotoUteLindner300 14_singapur-cyano2-800h

COPYRIGHTprojektraum Schwedenstr. 16 in 13357 Berlin-Wedding

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ANTIBODY XTETT

Konzert mit neuer, improvisierter Musik
01.02.2014

Wolfgang Georgsdorf, Geige (violin)
Daniel Weltlinger, Geige (violin)
Shasta Ellenbogen, Viola (viola)
Abigail Sanders, Waldhorn (french horn)
Stephen Crowe, E-Gitarre (electric guitar)

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Links:
https://www.youtube.com/watch?v=iv6fQbUOaFw#t=143
https://soundcloud.com/antibody-xtett

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Jenseits von Schweden

Peter Anders, Monika Goetz, Patrick Huber,
Frank Kästner, Astrid Köppe, Ute Lindner, Heidi Sill

15.12.2013 – 01.02.2014

Jenseits von Schweden

Jenseits von Schweden

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LICHTUNG

Wolfgang Georgsdorf

2009

Wolfgang Georgsdorf

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16,9sprinter [lang]

[doppel de] / Dresden zu Gast bei COPYRIGHT

2009

Ulrike Mohr2-copyright

 

© No.9

© No.9: im-raum-stehen

Sarah Bernauer, Franz John, Georg Ritter / Leonhard Müllner, Tim Otto Roth, Thomas Scheffer, Maya Schweizer, Veit Stratmann, Vadim Zakharov

plus Secret Society BLANKET

2. – 31. März 2019

COPYRIGHTberlin, Kronenboden & uqbar

Eröffnung: 1. März 2019 um 19:00 Uhr
Opening: 1 March 2019 at 19:00

Samstag, 2. März 2019 von 15:00-22:00 Uhr Veranstaltungsprogramm (Führung, Vortrag, Künstlergespräche, Klangperformance)
Saturday 2 March 2019 15:00-22:00 program (guided tour, lecture, artist talks, sound performance)

Öffnungszeiten der Ausstellung: Do-Sa von 15:00-19:00 Uhr
Opening Hours (exhibition): Thur-Sat 15:00-19:00

karte-c9-imraumstehen

(Please scroll down for English Version)

Sa 02. März 2019:
15:00 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit den Künstler*innen
16:00 Uhr: Space Cake
16:30 Uhr: Vortrag “Drôle de l’ombre – wenn aus Schatten Räume werden” von Tim Otto Roth
17:30 Uhr: Künstlergespräche mit Georg Ritter & Veit Stratmann
19:00 Uhr: Space Soup
20:00 Uhr: Klangperformance von Wolfram Spyra & Roksana Vikaluk

Do 14. März 2019
anlässlich des 140. Geburtstags von Albert Einstein:
19:00 Uhr: “Wir wissen immer mehr über immer weniger – über das Wow!-Signal, Space Identity, Gammablitze und andere Erscheinungen”, Gespräch mit Franz John & Bernd Rosner (Kunstwissenschaftler & Philosoph)

Sa 30. März 2019:
15:00 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit den Künstler*innen
16:00 Uhr: Space Cake
16:30 Uhr: Künstlergespräche mit Sarah Bernauer, Thomas Scheffer, Maya Schweizer & Vadim Zakharov

So 31. März 2019:

15:00-19:00 Uhr: Abschlussvortrag zum Projekt & Finissage

Während der Ausstellungszeit wird das Projekt Secret Society BLANKET mehrere Events veranstalten. Diese und weitere Veranstaltungen werden zeitnah angekündigt.
Eintritt für alle Veranstaltungen frei, Spenden willkommen.

© Maya Schweizer

© Maya Schweizer

Vom 1. bis 31. März 2019 zeigt COPYRIGHTberlin eine Ausstellung zum Thema Raum und Identität im eigenen Projektraum wie auch in den Nachbarprojekträumen Kronenboden und uqbar mit begleitendem Rahmenprogramm und Publikation. Jeder der drei Orte behandelt vorrangig eines der drei Themen: 1. der territoriale Raum, 2. der virtuelle Raum und 3. der körperliche Raum, wobei es selbstverständlich zu Überlagerungen dieser Aspekte kommt. Das Rahmenprogramm mit Beiträgen aus der Bildenden Kunst, der Philosophie, dem Film, dem Tanz und der Musik findet parallel zur Ausstellung statt. Im Anschluss an die Ausstellung entsteht die Publikation – © No. 9 im-raum-stehen , die Ende April präsentiert wird.
Ziel des Projektes ist es, Fragen zu den angeschnittenen Themenfeldern aufzuwerfen, zu diskutieren und sie im Raum stehen zu lassen, damit andere sich daran stoßen.

In einer Zeit der Auflösung der persönlichen Privatsphäre, wo Kneipen und Cafés an Wohnzimmer erinnern und die Werbung das absolute Wir postuliert, betreten wir unsere Wohnungen, die einst unser Heim waren, um sie schnellstmöglich wieder mittels des World Wide Web zu verlassen. Ein schieres Universum aller vorstellbaren Identitäten eröffnet sich, die scheinbar viele nur mit gefakten Namen und fremden Identitäten ertragen. Dieser virtuelle Raum prägt auch die Wahrnehmung unserer konkreten Lebenswelt. Dieser (Un-)Ort, an dem sich jegliche Identität aufzulösen scheint, steht nun mit im Fokus der hier vorgestellten künstlerischen Forschungen.

Zeitgleich mit dem Eintauchen in die virtuelle Welt gibt es derzeit unübersehbar den realen Verlust duch Vertreibung und Flucht. Menschen, deren Identität aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen durch das digitale Zeitalter durchlässiger geworden ist, treffen auf Menschen, die durch reale Vertreibung ihrer Identität nicht mehr sicher sind. Der Begriff der Identität ist also sehr vielschichtig und sogleich drängt sich die Frage auf, welche Rolle das Körperliche, das sowohl Raum als auch Identität umschließt, in der Gesellschaft und in der Kunst spielt bzw. welche Wechselwirkungen dadurch erzeugt werden. Gerade in der Diskrepanz zur rein virtuellen Welt gewinnt der Körper als Gegenpol in der Kunst an Bedeutung. Insofern erklärt sich vielleicht hieraus auch das Bestreben einer Reihe von Künstler*innen, andere, stärker körperlich agierende künstlerische Sparten in ihre Arbeiten einzubeziehen. Insofern finden wir es besonders wichtig, den interdisziplinären Ansatz des Projekts herauszuarbeiten.

im-raum-stehen bedeutet auch, Fragen nach anderen möglichen Identitäten zu stellen, den eigenen Identitätstatus zu überprüfen und neu zu bewerten. Zum anderen soll der Titel auch auf das Sperrige, das Unangepasste hinweisen, denn Kunst kann im besten Sinne auch immer etwas sein, was sich der Realität in den Weg stellt.

Der territoriale Raum – der virtuelle Raum – der körperliche Raum

Mit dem erstgenannten Raum setzt sich die filmische Recherchearbeit von Maya Schweizer auseinander, mit dem Virtuellen im Fokus von Wissenschaft und Kunst beschäftigt sich die Arbeit von Tim Otto Roth. Vielfach gibt es auch Kombinationen dieser drei Aspekte wie beispielsweise die Arbeiten von Veit Stratmann und von Franz John, die das Territoriale mit dem Virtuellen verbinden oder auch die Arbeit von Thomas Scheffer, die den Körper mit dem Virtuellen konfrontiert. Wie ein interagierender Archivar bewegt sich der in Berlin lebende russische Konzeptkünstler Vadim Zakharov zwischen allen drei Themenfeldern, und doch kommt dabei auch gerade das Körperliche mit ins Spiel. Unmittelbar körperlich wird es bei der Arbeit des aus Linz stammenden Multimedia-Künstlers Georg Ritter, der Leute aus ihren Wohnungen springen lässt, während Sarah Bernauer die Fragilität des Körperlichen in ihren hier gezeigten Videoarbeiten thematisiert und untersucht, wie das Internet die Gestaltung unserer individuellen Realität und unsere sozialen Interaktionen beeinflusst.

Secret Society BLANKET – Ein Projekt von Annkathrin Kluss, Lukas Kostyra, Florian Mehmeti Löffler, Esra Nagel
Ausgehend von der (Bett-)Decke als Oberbegriff / blanket term möchte sich die Secret Society BLANKET in ihrem Projekt „Fantasizing Blankets, Bodies and Spaces in Between“, verschiedenen Themenkomplexen annähern, sich anschmiegen, sie umschließen, umhüllen und verbinden – jedoch keinesfalls von „oben herab“, sondern viel mehr von unter der Decke hervor und aus einer Deckung heraus. Der private Raum, die Decke als Schauplatz, der Raum zwischen Körper und Abdruck, Körper und Gesellschaft, Körper und ich, Körper und und und. Wir suchen Austausch und Gespräch, um uns kollektiv den komplexen Fragen und Verwirrungen von Identitätskonstruktion zu nähern.

Projektteam: Kira Dell, Ute Lindner & Patrick Huber

In Kooperation mit
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Kronenboden

 

© Sarah Bernauer

© Sarah Bernauer

 

Sat 2 March 2019:
15.00: Guided tour of the exhibition with the artists
16:00: Space Cake
16: 30: Lecture “Drôle de l’ombre – when shadows become spaces” by Tim Otto Roth
17: 30: Artist talks with Georg Ritter & Veit Stratmann
19:00: Space Soup
20:00: Sound performance by Wolfram Spyra & Roksana Vikaluk

Thur March 14, 2019 on the occasion of the 140th birthday of Albert Einstein:
19:00: “We know more and more about less and less – about the Wow! signal, space identity, gamma bursting and other appearances”, a conversation with Franz John & Bernd Rosner (art historian & philosopher)

Sat 30 March 2019:
15: 00h: Guided tour of the exhibition with the artists
16:00: Space Cake

16: 30h: Artist talks with Sarah Bernauer, Thomas Scheffer, Maya Schweizer & Vadim Zakharov

So 31st March 2019:
15: 00-19: 00: Final lecture to the project & finissage

During the exhibition, the Secret Society BLANKET project will host several events. These and other events will be announced.
Free entrance, donations welcome.

Drôle de l’ombre (2018). Sperrholz, Elektronik, Motor und LED-Licht, ca. 20x18x20 cm. Anaglyphische Adaption des von Jördis Drawe und Uwe Schüler konzipierten Bastelsatzes VolxTV (2012). Beim Aufsetzen einer Rot-Blau-Brille verwandeln sich die Schatten in räumliche Gebilde.

© Tim Otto Roth, Drôle de l’ombre (2018). Sperrholz, Elektronik, Motor und LED-Licht, ca. 20x18x20 cm. Anaglyphische Adaption des von Jördis Drawe und Uwe Schüler konzipierten Bastelsatzes VolxTV (2012). Beim Aufsetzen einer Rot-Blau-Brille verwandeln sich die Schatten in räumliche Gebilde.

From 1 till 31 March 2019, COPYRIGHTberlin will be showing an exhibition on the subject of space and identity in its own project space as well as in the neighboring project spaces Kronenboden and uqbar with an accompanying supporting program and publication. Each of the three places deals primarily with one of the three themes: 1. the territorial space, 2. the virtual space and 3. the physical space, which of course results in superimposition of these aspects. The supporting program with contributions from the fine arts, philosophy, film, dance and music accompany the exhibition. After the exhibition, the publication – © No. 9 in-the-room – will be presented presented at the end of April. The aim of the project is to raise questions about the topic areas, to discuss them and to provide a space for an open discourse.

In a time of disintegration of personal privacy, where pubs and cafés are reminiscent of living rooms and advertising postulates the absolute “We”, we enter our homes to leave them as soon as possible via the World Wide Web. A sheer universe of all kind of identities opens up, which seemingly endures only with fake names and foreign identities. This virtual space also shapes the perception of our concrete lifeworld. This (in) place, in which any identity seems to dissolve, is now in the focus of the artistic research presented here.
At the same beside the virtual world, there is currently no denying the real loss of displacement and flight. People whose identity has become more permeable as a result of the social changes brought about by the digital age encounter people who are no longer secure through the real displacement of their identity. The concept of identity seems to be very complex and at once the question arises as to what role the physical space plays in society and in art, or which interactions are thereby generated. Especially in the discrepancy to the purely virtual world, the body becomes more important. In this respect, perhaps this explains the desire of a number of artists to include other, more physically active artistic disciplines in their work. In this respect, we find it particularly important to work out the interdisciplinary approach of the project.

Im-raum-stehen (“stand-in-space”) also means asking questions about other possible identities, checking and re-evaluating one’s own identity status. On the other hand, the title should also point to the bulky, the inappropriate, because art can always be in the best sense something that stands for a different perception of reality

The territorial space – the virtual space – the physical space

Maya Schweizer’s video research work deals with the territorial space, while the work of Tim Otto Roth deals rather with the virtual in the focus of science and art. In most of the art works, there are also combinations of these three aspects. The works of Veit Stratmann and Franz John combine the territorial with the virtual space, but the work of Thomas Scheffer confronts the body with the virtual. Like an interacting archivist, the Berlin-based Russian conceptual artist Vadim Zakharov moves between all three thematic fields, and yet the physical comes into play. The work of the multimedia artist Georg Ritter from Linz, which causes people to jump out of their homes, becomes immediately physically significant, while Sarah Bernauer addresses the fragility of the physical in her video works shown here and examines how the Internet shapes our individual reality influences our social interactions.

Secret Society BLANKET – A project by Annkathrin Kluss, Lukas Kostyra, Florian Mehmeti Löffler, Esra Nagel
Starting from the (blanket) blanket as blanket / blanket term, the Secret Society BLANKET in its project “Fantasizing Blankets, Bodies and Spaces in Between”, aims to approach, condense, envelop and connect different subject complexes – but by no means “Down above”, but much more from under the blanket. The private space, the blanket as a setting, the space between body and imprint, body and society, body and me, body and and and. We seek exchange and conversation to collectively approach the complex questions and confusions of identity construction.

Project team: Kira Dell, Ute Lindner & Patrick Huber

© Franz John

© Franz John

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Projektraum Markgrafenstraße 58

2014
COPYRIGHTberlin, Markgrafenstr. 58, Berlin
COPYRIGHT, u.a. mit Peter Anders, Armin Bremicker/Katharina Kern, Frank Kästner
COPYLEFT #1, mit Pablo Alonso, Peter Anders, Norbert Artner, Cécile Belmont, Armin Bremicker, Wolfgang Georgsdorf, Thorsten Goldberg, Pierre Granoux, Anton Henning, Patrick Huber, Nicole Jana, Frank Kästner, Milen Krastev, Georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Ralf Michna, Susanne Moll, Greg Murr, Isabel Pauer, Pfelder, Maria-Leena Räihälä, Maya Roos, Uwe Sennert, Heidi Sill, Veit Stratmann, Cannelle Tanc, Tobias Trutwin, Frédéric Vincent, Andrea von Melms, Line Wasner, Renate Wolff

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Zu Beginn der Ausstellungsreihe COPYLEFT haben wir Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern mit Schwerpunkt Berlin gezeigt. Wir haben Künstlerinnen und Künstler gefunden, die uns ihre Werke “zur Verfügung” gestellt haben, um von ihnen 1:1-Kopien als Cyanotypien herzustellen, die wir unter COPYRIGHT ausstellen. Es entsteht sukzessiv ein Archiv von Werken zeitgenössischer KünstlerInnen, blaue Erinnerungen an das Original.

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Cyanotypien von weiteren Künstlern folgen. Wir danken allen beteiligten Künstlern, die bei diesem Projekt mitmachen. Mit Zustimmung der Künstler erstellen wir maßstabsgetreue Cyanotypien von ihrem Werk. Alle Cyanotypien sind lichtecht (echtes Preußisch Blau) und auf säurefreiem Büttenpapier händisch hergestellt.

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COPYLEFT will start with works by contemporary, mainly Berlin based artists. During the show the works (of these artists who like the idea of copyleft) will change into blueprints (cyanotypes)– as blue memories of the original work.

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Original: Rémy Markowitsch

More cyanotypes will follow. We would like to thank all participating artists for allowing us to create these blue memories of their work. All cyanotypes are non-fading (real prussian blue) and hand-made on acid-free paper.

COPYRIGHTberlin, Markgrafenstr. 58 in Berlin-Mitte

2yk Galerie

1999-2005
Kuratorische Leitung der 2yk Galerie, Berlin
2005 Nous sommes bien ensemble (in Zusammenarbeit mit Pierre Granoux)
2005 Zeichnungen, Hauenschild/Ritter / Linz
2004 Veit Stratmann / Paris
2003 Oder/Odra (in Zusammenarbeit mit Agata Zbylut)
2003 Pablo Alonso / Berlin
2003 Flying Slowly, Moritz Wiedemann / Berlin
2002 Paris Looks, Arthur Kleinjan / Rotterdam
2002 Oder/Odra (in Zusammenarbeit mit Agata Zbylut / Stettin)
2001 Ich bin ich – weil mein kleiner Hund mich kennt [© No. 5] (in Zusammenarbeit mit Armin Bremicker und Katharina Kern / Tübingen)
2001 Roland Geissel / Berlin
2000 Dominidomina mit ABR Stuttgart, Armin Bremicker, Angelika Zeller
2000 Gastarbeiter, MILCH / London (in Zusammenarbeit mit Lisa Panting / London)
2000 Austausch (in Zusammenarbeit mit Ralf Peters / Darmstadt), Wackerfabrik Darmstadt
2000 Gift [© No. 2] (in Zusammenarbeit mit Lisa Panting und Fred Mann / London)
1999 Spiel ohne Grenzen, Jerry Frantz/Dany Prüm / Luxemburg
1999 Frank Kästner / Berlin

Tabakfabrik Vierraden (Kunstbauwerk e.V.)

Liste der kuratierten Ausstellung in der Tabakfabrik Vierraden seit 2002
Kunstbauwerk e.V., Berlin (Kuratorisch-künstlerische Leitung)
2016 Space Identity, Tabakfabrik Vierraden
2014 Kunstsymposium ID – Pre-Meditationes (in Zusammenarbeit mit Slawomir Brzoska / Posen), u.a. mit Katarzyna Jankowiac, Nowa Amerika (Michael Kurzwelly), Christoph Scheurle, Harry Walter, Tabakfabrik Vierraden
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2014 Gründung von IKI (Institut für Kunst und Identitätsforschung)
2013 ID – Pre-Meditationes (in Zusammenarbeit mit Slawomir Brzoska / Posen), u.a. mit Roland Geissel, Rafal Gorczynski, Marie-Hélène Fabra, Jerry Frantz, Malgorzata Kopczynska, Veit Stratmann, Moritz Wiedemann, Tabakfabrik Vierraden

Georg Ritter: UFO, 2013, Foto: Roland Geissel
2012 ID – Pre-Meditationes (Prolog) (in Zusammenarbeit mit Slawomir Brzoska / Posen, Katalog), u.a. mit Roland Geissel, Rafal Gorczynski, Marie-Hélène Fabra, Jerry Frantz, Katharina Kern, Malgorzata Kopczynska, Veit Stratmann, Moritz Wiedemann, Tabakfabrik Vierraden
2011 Tobacco Road (in Zusammenarbeit mit Agata Zbylut / Stettin, Katalog), u.a. mit Armin Bremicker, Kamil Kuskowski, Kathrin Rost, Marcus Sendlinger, Lukasz Skapski, Tabakfabrik Vierraden / Schwendenerstraße Berlin-Dahlem
2009 Oder/Odra (in Zusammenarbeit mit Agata Zbylut / Stettin, Katalog), u.a. mit Armin Bremicker/Katharina Kern, Danuta Dabrowska, Patrick Huber, Ute Lindner, Agata Zbylut, Tabakfabrik Vierraden
2002-2004 Oder/Odra (in Zusammenarbeit mit Agata Zbylut / Stettin, Katalog), Tabakfabrik Vierraden / Kunstamt Kreuzberg, Berlin / Galeria Amfilada, Stettin

 

Projektraum Brunnenstr. 53

Derzeit wird diese Seite neu bearbeitet. Mehr Infos zum Projektraum in der Brunnenstr. 53 folgen.

2004-2006
LINDNERHUBER, Brunnenstr. 53, Berlin
2006 Harmony Factory (A tribute to Nam June Paik), Cannelle Tanc / Frédéric Vincent / Paris
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2006 Balla Balla Bar, u.a. mit COPYRIGHT, Wolfgang Georgsdorf, Saskia Kästner, Sandra Stemmer
ballaballa
2006 Locus Amoenus, Selma Alaçam und Katharina Kern
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2006 Malerei-Texte, Armin Bremicker
Armin Bremicker
2005 Stichproben, Angelika Zeller
2005 Unermüdliche Tatkraft für Produkte der Zukunft, Stefan Beck
Stefan Beck
2005 Designmai3, Holger Hönck und Sandra Stemmer / Berlin, raum24 von aQa planing (Holger Hönck und Sandra Stemmer)

2005 Trilot: Gründerzeit, Lutz Bette und Ralf Michna
2005 Nous sommes bien ensemble (in Zusammenarbeit mit Pierre Granoux / Berlin), u.a. mit Pierre Granoux, Patrick Huber, Rodolphe Huguet, Frank Kästner, Raphaelle Paupert-Borne
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2005 Sechs fotografische Positionen, [mit Christiane Hause, Roland Geissel, Katharina Kern, Ute Lindner, Maya Roos]
2004 5 Jahre COPYRIGHT, [u.a. mit ABR Stuttgart, Pablo Alonso, Pierre Granoux, Anton Henning, Urs Lüthi, Rémy Markowitsch, Maya Roos]
5 Jahre COPYRIGHT

 

 

 

COPYRIGHT zu Gast

CO/LAB III

A Los Angeles – Berlin Collaboration
Torrance Art Museum
March 31st – May 18th, 2018

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Im März/April 2018 war COPYRIGHT eingeladen, im Rahmen der Ausstellung „CO/LAB III“ im Torrance Art Museum in Los Angeles in Kooperation mit unserem LA-Partnerraum Dalton Warehouse eine von acht Ausstellungen innerhalb einer Gesamtausstellung zu realisieren (Initiator: Daniel Wiesenfeld).
Bei diesem künstlerischen Austausch zwischen jeweils acht Projekträumen aus Berlin und Los Angeles hat der Philosoph Ulrich Müller-Schöll COPYRIGHT begleitet.
In March / April 2018 COPYRIGHTberlin was invited to participate in the exhibition “CO / LAB III” at the Torrance Art Museum in Los Angeles (initiator: Daniel Wiesenfeld). An international artists collaborative project which presents 8 artist-run gallery / spaces in LA partnering with 8 artist-run spaces in Berlin. With our LA-partner Dalton Warhouse we created one of eight curatorial projects. For this event, COPYRIGHT was accompanied by philosopher Ulrich Müller-Schöll.

Wall tape drawing by Patrick Huber, object by Megan Mueller and Sam Scharf, lithographs by Stephanie Guerrero, cyanotype curtain by Ute Lindner, cyanotypes on paper: „Blue Notes“ project by COPYRIGHT, featuring works by LA artists Stephanie Guerrero, Megan Mueller and Sam Scharf. Photo: Emily Blythe Jones.

Wall tape drawing by Patrick Huber, object by Megan Mueller and Sam Scharf, lithographs by Stephanie Guerrero, cyanotype curtain by Ute Lindner,
cyanotypes on paper: „Blue Notes“ project by COPYRIGHT, featuring works by LA artists Stephanie Guerrero, Megan Mueller and Sam Scharf.
Photo: Emily Blythe Jones.

An international, emerging artists collaborative project which presents 8 artist-run gallery / spaces in LA partnering with 8 artist-run spaces in Berlin – 16 spaces create 8 curatorial projects featuring 76 artists! Participating Artists:

• Monte Vista / Å+: Roman Gysin (B), Daniel Lergon (B), Philip Newcombe (LA), Danny Escalante (LA)
• Dalton Warehouse / COPYRIGHTberlin: Stephanie Rose Guerrero (LA), Patrick Huber (B), Ute Lindner (B), Megan Mueller (LA), Sam Scharf (LA)
• Elevator Mondays / Z/KU: Sasha Bergstrom-Katz (LA), Maura Brewer & Paul Pescador (LA), Cara Chan, Stephanie Deumer (LA), Ann Hirsch (LA),
KUNSTrePUBLIK (B – Matthias Einhoff, Philip Horst, Harry Sachs), Molly Surazhsky, Matt Town (LA)
• Tiger Strikes Asteroid (Los Angeles)/ oMo artspace: Sarah Oh Mock (B), Liz Nurenberg (LA), Bongjun Oh (B), kate-hers RHEE (B)
• PØST / LAGE EGAL: Jofroi Amaral (B), Pierre Granoux (B), Laura Parker (LA), Thomas Prochnow(B), Osvaldo Trujillo (LA), HK Zamani (LA)
• Durden and Ray / HilbertRaum: Juan Arata (B), Nina Lehtonen Braun (B), Gul Cagin (LA), Ellen DeElaine/Mike MacKeldey (B), Dani Dodge (LA), Hannah Van Ginkel (B), Andy Holtin/Samantha Sethi (B), Ben Jackel (LA), Ty Pownell (LA), Daniel Wiesenfeld (B), Valerie Wilcox (LA), Alison Woods (LA)
• ESXLA / SCOTTY: Charlotte Bastian (B), Sigrun Drapatz (B), Kiki Gebauer (B), Simone Haeckel (B), Julia Krewani (B), Karen Linnenkohl (B), Christine Niehoff (B), Ashley Romano (LA), Claudia Schoemig (B), Annette Sonnewend (B), Teresita de la Torre (LA), Linda Weiss (B), Bettina Weiß (B), Juliane Zelwies (B)
• BBQLA / Axel Obiger: Alke Brinkmann (B), Jacquelinne Cingolani (LA), Brock DeBoer (LA), Thilo Droste (B), Juliane Duda (B), Saeed Foroghi (B),Harriet Groß (B), Katrin Hoffert (B), Gabriele Künne (B), Josina von der Linden (B), Meatgrinder (LA), Matthias Moravek (B), Enrico Niemann (B), Mattea Perrotta (LA), Susanne Ring (B), Maja Rohwetter (B), Ammon Rost (LA), Daniel Schubert (LA), Austyn Weiner (LA)

More information on
http://www.torranceartmuseum.com/colab-iii

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SPACE IDENTITY – PreMeditationes

Dt.-Poln. Künstlersymposium, Tabakfabrik Vierraden in Schwedt/Oder

23.08.-10.09.2017

Armin Bremicker (D), Stefan Beck (D), Sławomir Brzoska (PL) Tomasz Drewicz (PL), Angelika Fojtuch (PL), Katarzyna Górczyńska (PL), Patrick Huber (D), Katharina Kern (D), Anna Kalwajtys (PL), Ute Lindner (D), Tomasz Matuszak (PL), Malgorzata Michalowska (PL), Christoph Lutz-Scheurle (D), Leslaw Tetla (PL)

Eröffnung: Samstag, 26. August, 15 Uhr

15 Uhr Eröffnung und Führung durch die Ergebnisse des Symposiums (Installation / Videos)
16 Uhr Vorträge von Christoph Scheurle und Ulrich Müller-Schöll

Finissage: Sonntag, 10. September, 15 Uhr

15 Uhr Führung zum Tag des offenen Denkmals durch die Ausstellung und die Tabakfabrik

Tabakfabrik Vierraden
Schwedter Str. 19, 16303 Schwedt / Ot. Vierraden,
www.kunstbauwerk.de
Anreise: Bahnhof Schwedt(Oder)Mitte,
dann Bus 484 Ri. Gatow (ca. 5km)

Slawomir Brzoska, Foto: Ute Lindner

Slawomir Brzoska, Foto: Ute Lindner

Das diesjährige deutsch-polnische Künstlersymposium beschäftigt sich mit dem Thema von Raum und Identität. Vier Tage lang tauschen sich Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus beiden Ländern aus und präsentieren am Samstag, dem 26. August, ab 15 Uhr Arbeiten zum Thema. Um 16 Uhr findet ein Vortrag von Prof. Dr. Christoph Lutz-Scheurle, Theaterwissenschaftler/Fachhochschule Dortmund, statt.

Initiator des Symposiums ist das Kunstprojekt COPYRIGHTberlin, das 1999 als interdisziplinäre Plattform für künstlerische Positionen und Strategien von Patrick Huber und Ute Lindner gegründet wurde.
Das Symposium entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunstbauwerk e.V., dem Betreiber der Tabakfabrik Vierraden, sowie Slawomir Brzoska, Professor für Bild und Raum, Kunstuniversität Posen und Leslaw Tetla, Professor und Dekan der Kunstakademie Katowice.

Beck "Black revisited", Foto: Ute Lindner

Beck “Black revisited”, Foto: Ute Lindner

Gefördert durch:

MWFK_4Crgb120

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Space Identity

Roland Fuhrmann, Rafał Górczyński, Patrick Huber, Franz John, Yuki Jungesblut, Michael Kurzwelly, georgia Krawiec, Ute Lindner, Thomas Scheffer, Wolfram Spyra
Performances: Kasia Górczyńska, Tanz; Arnim Huber / Nicole Faber, Impro; Karina Lejeune, Gesang; Spyra / Roksana Vikaluk, Sound

3.-11. September 2016

Tag des offenen Denkmals: So., 11. September, 12-17 Uhr, 14 Uhr Führung durch die Ausstellung und die Tabakfabrik Vierraden

Tabakfabrik Vierraden Schwedter Str. 19, 16303 Schwedt / Ot. Vierraden

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© Roland Fuhrmann, “Stardust Trap”, Foto: Ute Lindner

Michael Kurzwelly, Vortrag und Installation, Foto: Ute Lindner

Michael Kurzwelly, Vortrag und Installation, Foto: Ute Lindner

© Yuki Jungesblut

Yuki Jungesblut, Notationen Serie:
Neuruppiner Elegien: #1 (Fontanes Uhr), Notation
Fine Art Druck, 29,7cm x 21cm, 2016
aus der Arbeit: Wood Worm Works, RechercheprojektAm 3. September um 14 Uhr wird die Ausstellung „Space Identity“ in der Tabakfabrik Vierraden in Schwedt mit zehn Künstlern und Künstlerinnen, die zum Teil spezifische Arbeiten für diesen besonderen Ort zum Thema Raum und Identität realisieren, eröffnet. Wir freuen uns, dass wir auch die multimediale Ausstellung Nowa Amerika – im land der migranten zeigen können.

Zur Eröffnung finden ein Vortrag von Michael Kurzwelly, Mitbegründer von Nowa Amerika, und Performances von Kasia Górczyńska, Arnim Huber/Nicole Faber, Karina Lejeune und Spyra/Roksana Vikaluk statt mit anschließendem Fest.
Zur Finissage am Tag des offenen Denkmals am Sa., 11. September, ab 12 Uhr wird es zudem um 14 Uhr eine Führung durch die Ausstellung und die Tabakfabrik geben.
Den genauen Programmablauf entnehmen Sie bitte in Kürze hier auf unserer Webseite.

KONZEPT

In einer Zeit der Auflösung der persönlichen Privatsphäre, wo die Kneipen und Cafés an Wohnzimmer erinnern und die Werbung das absolute Wir postuliert, betreten wir unsere Wohnungen, die einst unser Heim waren, um sie schnellstmöglich wieder mittels des World Wide Web zu verlassen. Ein schieres Universum aller vorstellbaren Identitäten eröffnet sich, die viele nur mit gefakten Namen und fremden Identitäten ertragen. Dieser virtuelle Raum prägt auch die Wahrnehmung unserer konkreten Lebenswelt. Dieser (Un-)Ort, dem jegliche Identität abhanden gekommen zu sein scheint, steht nun im Fokus der hier vorgestellten künstlerischen Forschungen.
Space identity schafft zugleich auch Raum, vom eigenen Körper aus das Große und Ganze sehen zu können. Gerade in der Diskrepanz zur rein virtuellen Welt gewinnt der Körper als Gegenpol in der Kunst an Bedeutung.

Vereinfacht ausgedrückt werden wir drei Aspekte beleuchten: 1. den territorialen Raum, 2. den virtuellen Raum und 3. den körperlichen Raum. Mit dem erstgenannten Raum setzt sich beispielsweise die Arbeit von Franz John auseinander. Vielfach gibt es auch Kombinationen dieser drei Aspekte wie beispielsweise die Arbeit von Yuki Jungesblut, die das Territoriale mit dem Virtuellen verbindet oder die Arbeit von Thomas Scheffer, die das Virtuelle mit dem Körper konfrontiert.

Warum Kunst und Identitätsforschung hier in der Tabakfabrik in Vierraden?
Schwedt liegt direkt am Naturpark Unteres Odertal und ist gleichzeitig ein Industriestandort. Es ist eine Stadt der Grenzen: zwischen Natur und Industrie, zwischen Deutschland und Polen, zwischen alter und neuer Geschichte.
Sofort stellt sich die Frage nach der Identität dieses speziellen Ortes, seiner Umgebung und besonderen historischen Entwicklung.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen COPYRIGHT und dem Kunstbauwerk e.V., Berlin.

The project “Space Identity” took place at the Tabakfabrik Vierraden 120 km northeast of Berlin.

Heritage Day: Sun, 11 September, 12:00-17:00, 14:00 Guided tour through the exhibition and the Tabakfabrik Vierraden

The project is a collaboration between COPYRIGHT and Kunstbauwerk e.V.

Gefördert von / Supported by:

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2016
zu Gast im CAVE A BANANES, Paris (in Kooperation mit Marie-Hélène Fabra)

BLUE NOTES par COPYRIGHT
nach Originalen von Minor Alexander, Norbert Artner, Marc Bellini, Armin Bremicker, Lionel Desneux, Marie-Hélène Fabra, Roland Fuhrmann, Catherine Geoffray, Kasia & Rafa Górczynski, Pierre Granoux, Anton Henning, Patrick Huber, Katharina Kern, Regine Kolle, georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Guillaume Mary, Ralf Michna, Ulrike Mohr, Susanne Moll, Maya Roos, Wolfgang Rüppel, Hagen Schümann, Veit Stratmann, Cannelle Tanc, Tobias Trutwin, Frédéric Vincent

Original: Armin Bremicker

Original: Armin Bremicker
Foto: Ute Lindner

Foto: Ute Lindner

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COPYLEFT

2014

Markgrafenstr. 58, Berlin

COPYLEFT, mit Pablo Alonso, Peter Anders, Norbert Artner, Cécile Belmont, Armin Bremicker, Wolfgang Georgsdorf, Thorsten Goldberg, Pierre Granoux, Anton Henning, Patrick Huber, Nicole Jana, Frank Kästner, Milen Krastev, Georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Ralf Michna, Susanne Moll, Greg Murr, Isabel Pauer, Pfelder, Maria-Leena Räihälä, Maya Roos, Uwe Sennert, Heidi Sill, Veit Stratmann, Cannelle Tanc, Tobias Trutwin, Frédéric Vincent, Andrea von Melms, Line Wasner, Renate Wolff

Foto: Ute Lindner

Foto: Ute Lindner

Zu Beginn der Ausstellungsreihe COPYLEFT haben wir Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern mit Schwerpunkt Berlin gezeigt. Wir haben Künstlerinnen und Künstler gefunden, die uns ihre Werke “zur Verfügung” gestellt haben, um von ihnen 1:1-Kopien als Cyanotypien herzustellen, die wir unter COPYRIGHT ausstellen. Es entsteht sukzessiv ein Archiv von Werken zeitgenössischer KünstlerInnen, blaue Erinnerungen an das Original.
Cyanotypien von weiteren Künstlern folgen. Wir danken allen beteiligten Künstlern, die bei diesem Projekt mitmachen. Mit Zustimmung der Künstler erstellen wir maßstabsgetreue Cyanotypien von ihrem Werk. Alle Cyanotypien sind lichtecht (echtes Preußisch Blau) und auf säurefreiem Büttenpapier händisch hergestellt.

COPYLEFT will start with works by contemporary, mainly Berlin based artists. During the show the works (of these artists who like the idea of copyleft) will change into blueprints (cyanotypes)– as blue memories of the original work.
More cyanotypes will follow. We would like to thank all participating artists for allowing us to create these blue memories of their work. All cyanotypes are non-fading (real prussian blue) and hand-made on acid-free paper.

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2010
zu Gast in der Galerie Patrick Ebensperger, Berlin
Selected by, u.a. mit Peter Anders, Pablo Alonso, Armin Bremicker/Katharina Kern, Lori Hersberger, Patrick Huber, Bjørn Melhus, Clemens Krauss, Ute Lindner, Urs Lüthi, Marcus Sendlinger, Walter Vopava

2010
zu Gast im Kasseler Kunstverein, Kassel
Vom Himmel der Ästhetik und die Moral von der Geschicht [© No. 8] (Katalog), mit Pablo Alonso, Hauenschild/Ritter (Stadtwerkstatt Linz), Patrick Huber, Bjørn Melhus, Ute Lindner, Urs Lüthi, Annelies Strba, Tobias Trutwin

Symposium (Evelyn Finger, Christine Fuchs, Bernhard Balkenhol), Tischobjekt: PAtrick Huber, dahinter: Projekte der Stadtwerkstatt Linz

Symposium (Evelyn Finger, Christine Fuchs, Bernhard Balkenhol), Tischobjekt: Patrick Huber, dahinter: Projekte der Stadtwerkstatt Linz

2008
zu Gast bei Meinblau e.V., General Public & der Akademie der Künste, Berlin
Here, there & anywhere … Von Geistern, Hologrammen und anderen Abwesenheiten [© No. 7] (in Zusammenarbeit mit Yuki Jungesblut und Birgit Eusterschulte, Katalog), u.a. mit Bjørn Melhus, Stephan Reusse, Veit Stratmann, Karin Sander/Harry Walter
Meinblau

2006
zu Gast bei Immanence, Paris
Point de Vue, Patrick Huber / Ute Lindner

2005
zu Gast in der Galerie des Grands Bains Douches, Marseille
Nous sommes bien ensemble (in Zusammenarbeit mit Pierre Granoux), u.a. mit Pierre Granoux, Patrick Huber, Rodolphe Huguet, Frank Kästner, Raphaelle Paupert-Borne

2002
zu Gast im Projektraum Kampl und der Akademie der Künste, Berlin
Ein unguter Ort – doch besser als die Welt [© No. 6]
René Straub und Ella Raidel

2001
zu Gast in Schloss Kromsdorf, Weimar
Ich bin ich – weil mein kleiner Hund mich kennt [© No. 5] (in Zusammenarbeit mit Armin Bremicker und Katharina Kern / Tübingen)
Pierre Granoux, Valérie Favre

2000
zu Gast bei MILCH, London
Gift [© No. 2] (in Zusammenarbeit mit Lisa Panting und Fred Mann / London)

2000
zu Gast in der Wackerfabrik, Mühltal/Darmstadt
Austausch (in Zusammenarbeit mit Ralf Peters / Darmstadt)

 

 

 

 

Schwedenstraße 16

CURATED ART > 2013

Ausstellungswochenende Kolonie Wedding 28.-30.11.2014
Exhibtion Week-end Kolonie Wedding 28/11/-30/11/2014

28.11.2015
20 Uhr Lesung “Quiz ohne Teilnehmer” von Hussam Naggar

im Rahmen des Ausstellungswochenendes von Kolonie Wedding

Zu sehen war auch die verlängerte Ausstellung ”Powering Lives in Singapore” mit erweitertem Foto- und Videomaterial.
Dazu wurden Singapore Sling Cocktails nach dem Originalrezept aus dem legendären Raffles serviert.

PoweringLivesInSingapore_COPYRIGHTberlin

Zur Lesung:
Quiz ohne Teilnehmer
Antworten auf gewisse Fragen, die mich beschäftigen, kommen nicht in regelrecht versprachlichter Form zu Tage, sondern vielmehr in einer gänzlichen Auflösung der Fragestellung.
Anfänglich eingebrachte Thematiken verlieren ihre Bedeutung im Laufe des Geschehens. Ein lyrisches Ich taucht von Zeit zu Zeit auf, ist aber nicht als Protagonist zu verstehen, sondern vielmehr als Statist ohne erkennbaren Zusammenhang, ein Jemand, der sich scheinbar verlaufen hat, aber mit dieser Orientierungslosigkeit unter uns leben kann, weil er sich einfach als Spaziergänger ausgibt und so seine Lösung in sich trägt. Einem eingeworfenen Schuh, der sich verselbstständigt und ihm davonläuft, trauert er nicht hinterher, weil es auch möglich ist, sich barfuß auf den Weg zu machen.
Ein Museum oder ein Wartezimmer wird als Bewusstseinsraum begriffen, wo Zeit seine Rolle verliert und ein Raum sich auftut, der ein wenig mit Worten bestückt wird.
In meiner lyrischen Prosa spiele ich mit der Versinnbildlichung von Wahrnehmungsprozessen, einen Kern gibt es nicht, der Sinn kreist girlandenartig um eine Leere; kurzzeitig kommt eine Süße in den Sinn. Diese Texte hinterlassen eine zweifelhafte Erinnerung, weil sie sich in einer Kippbewegung präsentieren; man weiß nicht so richtig, mit was man es zu tun hat. Sie sind nicht mehr als wahrscheinlich.
Hussam Naggar

Powering Lives in Singapore

01.10.-30.11.2014

mit Arbeiten von Ute Lindner und Patrick Huber
with works by Ute Lindner and Patrick Huber

copyrightberlin_fotoUteLindner300

COPYRIGHTprojektraum Schwedenstr. 16 in 13557 Berlin-Wedding

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COPYLEFT #1

03.-28.5.2014

Pablo Alonso, Peter Anders, Norbert Artner, Cécile Belmont, Armin Bremicker, Wolfgang Georgsdorf, Thorsten Goldberg, Pierre Granoux, Anton Henning, Patrick Huber, Nicole Jana, Frank Kästner, Milen Krastev, Georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Ralf Michna, Susanne Moll, Greg Murr, Isabel Pauer, Pfelder, Maria-Leena Räihälä, Maya Roos, Uwe Sennert, Heidi Sill, Veit Stratmann, Cannelle Tanc, Frédéric Vincent, Andrea von Melms, Line Wasner, Renate Wolff

copyleft1

Zu Beginn der Ausstellungsreihe COPYLEFT zeigen wir Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern mit Schwerpunkt Berlin. Sukzessive werden Arbeiten, die uns von den Beteiligten zur Verfügung gestellt werden, in eine Blaupause (Cyanotypie) transformiert; – blaue Erinnerungen an das Original.
Bislang sind Cyanotypien mit Motiven folgender Künstler zu erwerben:
Norbert Artner, Armin Bremicker, Anton Henning, Georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Susanne Moll, Maya Roos und Tobias Trutwin.

copyleft1-cyano1-600

Cyanotypien von weiteren Künstlern folgen. Wir danken allen beteiligten Künstlern, die bei diesem Projekt mitmachen. Mit Zustimmung der Künstler erstellen wir maßstabsgetreue Cyanotypien von ihrem Werk. Dadurch sind wir in der Lage, diese wunderbaren, nunmehr blauen Arbeiten zu einem günstigen Preis anzubieten. Alle Cyanotypien sind lichtecht (echtes Preußisch Blau) und auf säurefreiem Büttenpapier händisch hergestellt. Selbstverständlich können auch die in der Ausstellung gezeigten Originale käuflich erworben werden. Preis auf Anfrage.

COPYLEFT will start with works by contemporary, mainly Berlin based artists. During the show the works (of these artists who like the idea of copyleft) will change into blueprints (cyanotypes)– as blue memories of the original work.
So far, cyanotypes from works of the following artists are available:
Norbert Artner, Armin Bremicker, Anton Henning, Georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Susanne Moll, Maya Roos and Tobias Trutwin.

More cyanotypes will follow. We would like to thank all participating artists for allowing us to create these blue memories of their work. Therefore, we can offer these wonderful blue works for an affordable price. All cyanotypes are non-fading (real prussian blue) and hand-made on acid-free paper. Please ask for a price-list.

COPYRIGHTberlin, Markgrafenstr. 58 in Berlin-Mitte

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ANTIBODY XTETT

Konzert mit neuer improvisierter Musik
01.02.2014

Wolfgang Georgsdorf, Geige (violin)
Daniel Weltlinger, Geige (violin)
Shasta Ellenbogen, Viola (viola)
Abigail Sanders, Waldhorn (french horn)
Stephen Crowe, E-Gitarre (electric guitar)
Links:
https://www.youtube.com/watch?v=iv6fQbUOaFw#t=143
https://soundcloud.com/antibody-xtett

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Jenseits von Schweden

15.12.2013 – 01.02.2014

Peter Anders, Monika Goetz, Patrick Huber, Frank Kästner, Astrid Köppe, Ute Lindner & Heidi Sill

Jenseits von Schweden
Jenseits von Schweden, Foto: Ute Lindner
COPYRIGHTberlin Schwedenstr. 16 in 13557 Berlin-Wedding

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Projektraum Schwedenstr. 16

MUTTERZUNGE: afterword

Tewa Abubarnosa, Billy Apple®, Khaled Barakeh, Mehtap Baydu, Savaş Boyraz, Egemen Demirci, Marysia Lewandowska, Şener Özmen, Rojda Tuğrul

06.12.2018 – 22.02.2019

Kurator: Misal Adnan Yildiz, www.mutterzunge.org
Ausstellungsreihe bei uqbar & COPYRIGHTberlin

One year long programming of workshops, events and installs dedicated to Emine Sevgi Özdamar’s “Mutterzunge” is coming to an end with a publication in progress and a compact schedule of events for solo projects. In addition to Cafe Warschau, nbk studio, Apartment Project and Babylon, our promenade in Berlin City now enriches with uqbar and COPYRIGHTberlin starting from 6 December 2018 until 22 February 2019.

Mutterzunge: afterword 9 – 22 February 2019

The State We Are In by Savaş Boyraz
COPYRIGHTberlin

On December 4th, 2017, from 2 pm until midnight, Lensbased Class UdK visiting artists Rojda Tuğrul and Savaş Boyraz invited participants and guests—including the author of Mutterzunge, ‘Emine’ Sevgi Özdamar—to come together for a marathon workshop, one-day exhibition, and performance event at Cafe Warschau, on Berlin’s Sonnenallee. Since then, Stockholm based filmmaker and artist Savaş Boyraz has been actively taking part in Mutterzunge’s one year programming in Berlin at different levels, from presenting work to providing research and contributing to workshops; Boyraz has shaped the discussions and directions in the process among others.
Recently, he is an artist in residence at Kuenstlerhaus Bethanien until June 2019 by the generous support of IASPIS. As part of his Mutterzunge: afterword, Boyraz presents a new work The State We Are In (2018), which he has been working on since 2016. The piece is based on a copy of Picasso’s immortal Guernica that he found in Yüksekova-Hakkari, one of seven towns that have been destroyed by the state.

"The State We Are In" by Savaş Boyraz at COPYRIGHTberlin, photo: Ute Lindner

“The State We Are In” by Savaş Boyraz at COPYRIGHTberlin, photo: Ute Lindner

"The State We Are In" by Savaş Boyraz at COPYRIGHTberlin, photo: Ute Lindner

“The State We Are In” by Savaş Boyraz at COPYRIGHTberlin, photo: Ute Lindner

24.01.2019 – 02.02.2019

The Day I Saved The Kurds by Şener Özmen
COPYRIGHTberlin

Between New York, Berlin and Diyarbakır, Şener Özmen has been redefining his long term commitment with literature, contemporary art and film during last couple of years with an interest on politics of poetry. Özmen’s “The Immigrant” is a photographic image taken at the Edgewater of New Jersey in 2018 -within a trapezoid angle focusing on a provocative question regarding the global winds of right wing politics. The artist states that the West is not yet satisfied with the myth of Frankenstein. Is the next freak The Immigrant? And is he now just enjoying the skyscrapers?
Özmen’s The Day I Saved The Kurds, is a short film produced for Mutterzunge. Departing from a nightmare, which belongs neither to him nor his mother, the film narrates moments of visual poetry through several references, a Hoberman Sphere, an old tree among others within snowy landscapes and gloomy environments. At each chapter of this short story -written as a form of visual poetry we hear the strong voice of the artist, strong and intriguing… He reads a poem in his native language, stating that what he was searching for – the freedom but for no reason – and it disappeared beyond a collapsed, shrunken and folded image of itself.

“The day I saved the curds“, Şener Özmen

“The day I saved the kurds“, Şener Özmen, COPYRIGHTberlin

11.01.2019 – 24.01.2019

Before Tomorrow v​olume I von Rojda Tuğrul
COPYRIGHTberlin

‚Before Tomorrow Volume I’ ist die erste Präsentation eines Langzeitdialogs zwischen der in Mardin-Vienna lebenden Künstlerin Rojda Tuğrul und einer bestimmten Geografie, die in den letzten Jahrzehnten stark unter menschlicher Intervention gelitten hat. In ihrer Videoarbeit analysiert Tuğrul die geografische Transformation und Enteignung eines Lebensraums als Folge des Bürgerkriegs in der Südosttürkei. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Einfluss des Krieges auf den ökologischen Lebensraum und das kulturelle Erbe im gesellschaftspolitischen Kontext der kurdischen Regionen.
Im Krieg kann die Geografie als Ziel betrachtet werden, das zerstört oder unbewohnbar gemacht werden soll, während sie gleichzeitig selbst als Waffe dient, als Machtapparat zur Bedrohung/Kontrolle der Bewohner eines Landstrichs. Der Krieg in der Südosttürkei hat eine Verschiebung der gewaltsamen territorialen Governance vom Ländlichen zum Städtischen mit sich gebracht. ‚Before Tomorrow’ versucht, die Beziehung zwischen verschiedenen Phänomenen innerhalb dieser Geografie zu verstehen. Die Arbeit untersucht die symbiotischen Beziehung zwischen scheinbar ungleichen Wesen: die Wechselwirkung zwischen einem Fluss und einer Biene oder die Verbindung zwischen einem Berg und den Stimmbändern eines Menschen. Sie konzentriert sich dabei auf die Verflechtung dieser verschiedenen “Dinge” innerhalb eines Lebensraums und den Zerstörungsprozess als Folge andauernder Konflikte.

Rojda Tuğrul, “Before Tomorrow volume I“, COPYRIGHTberlin

Rojda Tuğrul, “Before Tomorrow volume I“, COPYRIGHTberlin

“Before Tomorrow v​olume I” is the first presentation of a long term conversation between Mardin-Vienna based artist Rojda Tuğrul and a specific geography, which suffered from human intervention in the last couple of decades. Tuğrul seeks to analyze the geographical transformation and the dispossession of a habitat as a result of the civil war in south east Turkey.
The work focuses on war’s consequential influence on ecological habitat and cultural heritage, within the socio-political framework of the Kurdish regions. Within the frames of war, geography can be viewed as a target to be destroyed, or rendered uninhabitable, whilst also serving as a weapon itself, as an apparatus of power to threaten/control inhabitants within a landscape. The war in South East Turkey has witnessed a shift in violent territorial governance from rural to urban. ‘Before Tomorrow’ aims to understand the relationality between different phenomena within this geography. Examining the symbiotic relationship between seemingly disparate entities: the interdependency of a river and a bee, or the connection between a mountain and a human vocal cord. The work focuses on the entanglement of those different ‘things’ within a habitat, and the deterioration process which occurs to those multiple relationships as a result of long-term conflict.

06.12.2018 – 10.01.2019 / 20.01.2019

Billy Apple®, Mehtap Baydu und Marysia Lewandowska
uqbar, COPYRIGHTberlin und Kronenboden

Billy Apple®, “Basic Needs“, COPYRIGHTprojektraum

Billy Apple®, “Basic Needs“, COPYRIGHTberlin

More info on www.mutterzunge.org

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SYLVIA HENRICH & STEFANIE SEUFERT

Ping ohne Pong – Geste ohne Antwort

28. September – 28. Oktober 2018

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COPYRIGHTberlin & uqbar

Towers, Option #2, Atlas Grey, Dark Aubergine, Just Yellow, 2016. Installation view.  © Stefanie Seufert

Towers, Option #2, Atlas Grey, Dark Aubergine, Just Yellow, 2016. Installation view.
© Stefanie Seufert

Dialog der Dysfunktionen

Sylvia Henrich bewegt sich in ihren neueren Arbeiten größtenteils auf digitalem Terrain. Fehlgeleitete und an spezifischen Punkten absichtlich außer Kontrolle gebrachte Computertechnik wird zum bildgestaltenden Medium. Subjektivität trifft Autokorrektur. Bei Stefanie Seuferts Arbeiten geht es um die Freilegung ästhetischer Zeichen aus der realen sowie der virtuellen Welt. Pseudorealitäten – ob aufblasbar oder zeichenhaft wie bei den inflatables oder emojis – werden erahnt oder nachgebildet. Der fotografische Bildträger ist das Material für konzeptuell festgelegte Handlungsabfolgen, die zu einer Verformung und ins Dreidimensionale führen. Beide Künstlerinnen, die das Konzept für die Ausstellung gemeinsam erarbeitet haben, verbindet der experimentelle Umgang mit dem Medium. Die Parameter der Bildentstehung werden verschoben, Funktion und Dysfunktion gegeneinander ausgespielt. Dabei werden ästhetische Entscheidungen gezielt an die Eigenwilligkeit des Materials oder die Algorithmen delegiert. Sinn wird zerlegt, um alternative Deutungsmöglichkeiten ins Spiel zu bringen.
Pressemitteilung: 180920_presse-COPYRIGHTberlin-henrich-seufert_dt

most visual patterns are planned (magic wand), solarized 2018, Piezo Pigment Prints, 2 teilig, Maße variabel, courtesy the artist

most visual patterns are planned (magic wand), solarized
2018, Piezo Pigment Prints, 2 teilig, Maße variabel, © Sylvia Henrich

Ping without Pong—Gesture without Response

Dialogue of Dysfunctions

Sylvia Henrich, Stefanie Seufert

Sylvia Henrich’s new works largely operate on digital terrain. Misdirected or deliberately rendered out of control at specific junctures, computer technology is the medium that generates the image, where subjectivity meets autocorrect. In Stefanie Seufert’s works, aesthetic signs are liberated from the real and the virtual worlds. Pseudo-realities, whether full of air or emblematic, as with inflatables or emojis, are alluded to or depicted outright. The photographic support is the material for conceptually determined sequences of acts that lead to distortion and carry it into the third dimension. The two artists, who developed the exhibition concept together, are connected by an experimental approach to the medium. Parameters of image generation are shifted, function and dysfunction pitted against one another. In the process, aesthetic decisions are purposefully delegated to the idiosyncrasy of the material or to algorithms. Meaning is dissected in order to bring new interpretive possibilities into play.
Press release: 180920_press-COPYRIGHTberlin-henrich-seufert_engl

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Engdaget Legesse

WOVEN MOMENTAUFGABE

Eröffnung Samstag, 9. Juni 2018, um 19:00 Uhr

10. Juni – 1. Juli 2018

 

Engdaget Legesse, “Woven Natur” (Ausschnitt), 2017, 180 x 160 cm

Engdaget Legesse, “Woven Natur”, 2017, 180 x 160 cm

Engdaget Legesse zeigt neue Arbeiten aus der Serie „Woven“. Farben, Material und Geschichten werden miteinander verwoben, afrikanische und europäische Einflüsse verbinden sich zu Bildobjekten mit einer starken, energetischen Bildsprache.

Legesse, der 1971 in Addis Abeba in Äthiopien geboren wurde und dort als 16-jähriger und damit jüngster Student an der renommierten Fine Arts School (heute: University of Addis Ababa School of Fine Arts and Design) Malerei studierte, kam 1997 erstmals nach Berlin. 1998 führte ihn ein DAAD-Stipendium erneut nach Berlin, weitere Aufenthalte nach Frankreich, Italien, England und in die USA. 2003 erhielt Legesse ein zweites DAAD-Stipendium für ein Jahr an die UDK in Berlin und lebt seitdem als freischaffender Künstler in Berlin – und zwar im Wedding in unmittelbarer Nachbarschaft.

Diese Ausstellung bildet den Auftakt zu einer Ausstellungsreihe mit dem Titel „Von hier“, die hervorragende Positionen von Künstlern und Künstlerinnen zeigt, die hier im Wedding tätig sind.

Engdaget Legesse

WOVEN MOMENTAUFGABE

Opening Sat 9 June 2018 at 7pm

10 June – 1 July 2018

 

Engdaget Legesse shows new works from the series “Woven”. Colors, material and stories are interwoven, African and European influences are combined to create their own energetic imagery.

Legesse, born in 1971 in Addis Ababa, Ethiopia, studied painting as a 16-year-old student at the prestigious Fine Arts School (now University of Addis Ababa School of Fine Arts and Design). In 1997 he first came to Berlin. In 1998 a DAAD scholarship led him to Berlin again but also to France, Italy, England and the USA. In 2003, Legesse received another DAAD scholarship for one year at the UDK (University of Fine Arts) in Berlin and since then lives in Berlin as a freelance artist – right here in the heart of Wedding (part of Berlin).

This exhibition marks the beginning of an exhibition series titled “From Here“ (Von Hier), which shows outstanding positions of artists working here in this part of Berlin.

 

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Territory
Yvon Chabrowski, Anaïs Héraud-Louisadat

26. März – 27. Mai 2018

Uqbar & COPYRIGHTberlin

Grafik: Yvon Chabrowski, Svend Smital

Grafik: Yvon Chabrowski, Svend Smital

Yvon Chabrowski, "Territory", Videoinstallation

Yvon Chabrowski, “Territory”, Videoinstallation

 

please scroll down for English version

Wie positioniere ich mich als Einzelperson innerhalb der konstruierten Grenzen unserer Gesellschaft und welchen Einfluss hat meine Eigenpositionierung wiederum auf diese Grenzen? Dieser Frage widmen sich Yvon Chabrowski und Anaïs Héraud-Louisadat in der von Kira Dell kuratierten Ausstellung Territory, die parallel in den Projekträumen uqbar und COPYRIGHTberlin stattfindet. Im Fokus der Künstlerinnen stehen sowohl die Grenzen von ortsgebundenen Territorien, als auch diejenigen des persönlichen Raums – die Umrisse individueller Komfortzonen.

Yvon Chabrowskis auf den Boden projizierte Zwei-Kanal Video-Installation Territory (2016) fordert das Publikum sofort zu einer Selbst-Positionierung auf. Die Körper einer sich formierenden Menschenmasse sind in Bewegung. Sie schmiegen sich aneinander, klettern übereinander. Es sind abwechselnd angestrengte, aber auch ruhende Gesichter zu erkennen. Chabrowski erschafft ein künstliches Territorium, dessen Grenzlinien vom Kamerarahmen definiert werden. Die Künstlerin gibt ihren Protagonist*innen nur eine einzige Anweisung: „Nehmt euren Platz ein.“ Dies könnte friedlich ablaufen, stattdessen umkämpfen die Personen angestrengt die Freiräume der temporären Gesellschaft. Grenzstreitigkeiten werden auf der Ebene der einzelnen Individuen ausgetragen. Es stellt sich die Frage nach den räumlichen, aber auch emotionalen Grenzlinien des eigenen Komfortbereichs. Chabrowski hinterfragt dabei in ihren Arbeiten stets auch die Konstruiertheit von medialen Bildern. Sie reduziert sie auf ihre basalen Bildformeln, um ihre Zeichen dekontextualisiert mit Performer*innen neu zu verknüpfen.

Videoarbeit von Yvon Chabrowski, Foto: Ute Lindner

Videoarbeit von Yvon Chabrowski, Foto: Ute Lindner

Auch Anaïs Héraud-Louisadat verhandelt in ihren Arbeiten kollektive und individuelle Territorialkämpfe. Immer wieder stellt sich die Frage nach dem Handeln des Einzelnen innerhalb einer Gesellschaft, die Schwachstellen aufweist, ausgrenzt und ihre errichteten Grenzen nicht zu genüge hinterfragt. Im Zentrum ihrer eigens für die Ausstellung produzierten performativen Installation stehen Daniel Dafoes Roman Robinson Crusoe (1719) und seine zahlreichen Nachfolgeversionen, die sogenannten Robinsonnaden. Héraud-Louisadat widmet sich zudem Werken, die das literarische Motiv nutzten, um antikoloniale und feministische Statements zu formulieren (Tournier, King Green, Coetzee). Sie versteht ihre Auseinandersetzung mit dem Motiv als Fortsetzung ihrer künstlerischen Recherche zu kolonialen Narrativen und damit zu zahlreichen Formen der Verletzungen und Übertretungen von individuellen und kollektiven Territorien.

Arbeit von Anaïs Héraud-Louisadat, Foto: Ute Lindner

Arbeit von Anaïs Héraud-Louisadat, Foto: Ute Lindner

 

Zwei Workshops, basierend auf den Methoden des brasilianischen Theaterregisseur Augusto Boal, ergänzen die Ausstellung räumlich und inhaltlich. Diese finden in Kooperation mit der Theaterwerkstatt Kuringa statt. Beide Künstlerinnen erweitern stetig ihre künstlerische Praxis durch die Methode des Statuentheaters Boals, welche sie zur ästhetischen Erforschung von Unterdrückung innerhalb der Territorien unserer Gesellschaft nutzen. Die in den Workshops erarbeiteten Performances beider Künstlerinnen werden zur Finissage gezeigt.

Kuratiert von Kira Dell.
In Kooperation mit uqbar, COPYRIGHTberlin und Kuringa.
Siehe auch: http://projectspace.uqbar-ev.de

Öffnungszeiten: Freitags und samstags, 14.30-18.30 Uhr, und nach Vereinbarung

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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Aufzeichnung der Performance von Anaïs Héraud-Louisadat, uqbar, Foto: Ute Lindner

Aufzeichnung der Performance von Anaïs Héraud-Louisadat, uqbar, Foto: Ute Lindner

Territory
Yvon Chabrowski, Anaïs Héraud-Louisadat
March 26 – May 27 2018
Opening: 25 March 2018, 4 p.m.

Uqbar & COPYRIGHTberlin

How do I position myself as an individual person within our society’s constructed boundaries and what influence does my self-positioning have on those same boundaries? It’s this question that artists Yvon Chabrowski and Anaïs Héraud-Louisadat are adressing in the exhibition Territory, curated by Kira Dell, and on show at the project spaces uqbar and COPYRIGHTberlin. The artists are focusing on the drawn boundaries of global territories as well as the boundaries of personal space – the outlines/contours of our individual comfort zones.

Yvon Chabrowski’s two-channel video installation Territory (2016) is projected onto the floor and demands an immediate self-positioning from the audience. The bodies of one self forming mass of people come together and are constantly moving. They are clinging together and climbing over one another. It alternates between faces that are pained, and those that are resting. Chabrowski creates an artificial territory. Its boundaries are defined by the frame of the camera. The artist gives her performers just one instruction: “Take your space”. This could happen peacefully but instead the protagonists fight for their freedom within the temporary society. Battles over boundaries are fought on an individual level, while the question of spatial and emotional boundaries of the personal comfort zone also arises. In her work Chabrowski also questions the construction of media images. She reduces them to basic image-formulas to create new ties among their decontextualized signs with the help of her performers.

Arbeit von Anaïs Héraud-Louisadat (Detail Transferzeichnung), Foto: Ute Lindner

Arbeit von Anaïs Héraud-Louisadat (Detail Transferzeichnung), Foto: Ute Lindner

Anaïs Héraud-Louisadat’s practice also revolves around the topic of collective and individual territorial fights. Time and time again she poses the question of the individual’s actions within a societal setting that has many weak spots, is exclusive, and does not scrutinize its own constructed boundaries sufficiently. The centre of her focus for this exhibition produced performative installation is Daniel Dafoe’s novel Robinson Crusoe (1719), as well as its multiple follow-up versions, the so-called Robinsonades. Héraud-Louisadat also focuses on novels, which work with the literary motive to enunciate anticolonial and feminist statements (Tournier, King Green, Coetzee). She sees the motive’s examination as a continuation of her artistic research on colonial narratives and the multiple violations and crossing of collective and individual territories that come along with it.

Two workshops, based on the Brazilian theatre director Augusto Boal’s methods, replenish the exhibition both in terms of space and content. The workshops are a cooperation with the theatre project space KURINGA. Both artists constantly expand their artistic practice through Boal’s image and statue theatre method which they use to aesthetically explore oppression within the territories of our society. The performances that will evolve during the workshops will be presented at the finnissage.

Curated by Kira Dell.
In cooperation with uqbar, COPYRIGHTberlin and Kuringa.
See also: http://projectspace.uqbar-ev.de

Opening hours: Friday and Saturday, 2.30 – 6.30 p.m., or by appointment

Supported by the Berlin Senate Department for Culture and Europe.

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Caruso sings again!

Festival 31.01.-25.02.2018

Kronenboden, uqbar und COPYRIGHTberlin

mit Fotografien von Herman Mishkin, Beat Presser, Joachim Rissmann, Karen Stuke und der Caruso Kronenboden Sammlung

Foto: Ute Lindner

Foto: Ute Lindner

© Beat Presser 1981

© Beat Presser 1981

COPYRIGHTberlin zeigt fotografische Arbeiten von Beat Presser, Joachim Rissmann und Karen Stuke. Unter anderem ist hier ein Szenenfoto von Beat Presser aus dem Werner Herzog-Film „Fitzcarraldo” zu sehen. In einer eindrücklichen Szene antwortet Kinski alias Fitzcarraldo trommelnden Indianern mit der Stimme Carusos aus dem Grammophon, die daraufhin verstummen und nur noch Caruso übrig bleibt. Das andere hier abgebildete Foto entstammt der Langzeitserie “Sleeping Sisters” von Karen Stuke, die sich 2018 im Hotelzimmer in Neapel, in dem Caruso 1921 gestorben ist, mit einer Lochkamera schlafend aufnahm.

Angefangen hat alles mit einem Grammophon.
Dann kamen die Schellackplatten, eine nach der anderen.
Schließlich die Bücher – das Wissen und das ‚noch mehr wissen wollen‘.

Es geht um Anfänge – durch das Grammophon zieht Enrico Caruso in die Wohnzimmer der Welt ein und er wird der berühmteste Tenor in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Es geht um eine Idee. Und darum eine Geschichte zu erkunden. Es geht darum, in eine Zeit einzutauchen. Wie man damals mit Caruso umging, wie man heute mit ihm umgeht. Mit ihm und dem Grammophon. Wie ist es, so berühmt zu sein? Wie ist es, für eine Stimme zu leben?

Konzept: Karen Stuke, in Kooperation mit Kronenboden, uqbar und COPYRIGHTberlin.

Arbeiten von Karen Stuke. Foto: Ute Lindner

Arbeiten von Karen Stuke. Foto: Ute Lindner

Arbeiten von Joachim Rissmann

Arbeiten von Joachim Rissmann

 

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Samandal – Topia

16.12.2017 – 02.01.2018

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TOPIE (FR) – TOPIA (ENG) – توبيا (AR) erscheint zum 10-jährigen Bestehen von Samandal mit Beiträgen von 17 Autor*innen rund um das Thema Utopie. Alle 3 Versionen sind auf einem Risograph gedruckt. Das Siebdruck-Cover wurde von dem französischen Künstler Jerome Dubois gestaltet. 216 Seiten voll mit Geschichten und Farben.

Autor*innen: Joseph Kai, Lena Merhej, Raphaelle Macaron, Barrack Rima, Edmond Baudoin, Fouad Mezher, Mazen Kerbaj, Hatem Imam, Tracy Chahwan, Carla Habib, Alex Baladi, Omar Khouri, Ghadi Ghosn, Vincent Longhi, Paul Rey, Martin Sstajman und Charles Nogier.

Samandal ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Beirut, die sich der Förderung von Comic-Kunst im Libanon und dem Rest der Welt widmet. Seit 2007 hat Samandal 15 Magazine und zwei Comic-Anthologien veröffentlicht und zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. Gegründet von Omar Khouri, Hatem Imam, Lena Merhej, Fdz und Tarek Naba’a, zählt die Organisation mitlerweile auch Barrake Rima, Joseph Kai, Ghadi Ghosn, Raphaelle Macaron, Sara Sukhun, Yazan Al-Saadi und Zeina Bassil zu ihren Mitgliedern.

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Austragungsorte: uqbar und COPYRIGHTberlin

Konzept: uqbar

Weitere Informationen
www.samandalcomics.org

Mit Unterstützung der Kulturakademie NANO, ein Projekt des Goethe-Institut, finanziert durch das Außenministerium

December 16, 2017 – Januar 02, 2018

TOPIE (FR)- TOPIA(ENG)- توبيا (AR) celebrates 10 years of Samandal with a compilation gathering 17 authors around the theme of Utopia. It exists in 3 different versions, all printed on a risograph with a special screen-printed cover by french artist Jerome Dubois. 216 pages of stories and colors.
Authors are: Joseph Kai, Lena Merhej, Raphaelle Macaron, Barrack Rima, Edmond Baudoin, Fouad Mezher, Mazen Kerbaj, Hatem Imam, Tracy Chahwan, Carla Habib, Alex Baladi, Omar Khouri, Ghadi Ghosn, Vincent Longhi, Paul Rey, Martin Sztajman and Charles Nogier.

Samandal is the Arabic word for salamander. Much like the dual habitats of amphibious creatures, Samandal comics thrive between two worlds; the image and the word, entertainment and substance, the low brow and the raised brow, the experimental and the traditional.

Samandal is a volunteer-based non-profit organization dedicated to the advancement of the art of comics in Lebanon and the rest of the world. Based in Beirut, they have published 15 magazines, and two comics anthologies and hosted comics-related events since 2007. Founded by Omar Khouri, Hatem Imam, Lena Merhej, the Fdz, and Tarek Naba’a, the Samandal comics association family has now grown to include Barrack Rima, Joseph Kai, Ghadi Ghosn, Raphaelle Macaron, Sara Sukhun, Yazan Al-Saadi, and Zeina Bassil.

More informationen
www.samandalcomics.org

Location: uqbar and COPYRIGHTberlin
Concept: uqbar

Supported by the Kulturakademie NANO, a project by the Goethe-Institut, funded by the Foreign Ministry

Samandal

Samandal

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SUSANNE MOLL

11.11.-02.12.2017

Susanne Molls Arbeiten umkreisen eine eigene klare Formensprache, die sie sich über einen langen Zeitraum erarbeitet hat. Dabei handelt es sich meist um einfache geometrische Formen, mit denen Susanne Moll eine eigene, eine sehr persönliche Bildwelt erzeugt. Manchmal kombiniert sie diese Formen mit kleinen Textfragmenten, die dann auf wunderbare Art und Weise poetische Geschichten erzeugen.
Ihre Arbeiten entstehen langsam, und diese Zeitlichkeit ist darin wahrnehmbar. Auch der handwerkliche Prozess ist ein wichtiges Moment. Während in frühen Arbeiten Formen aus Gips und Papier entstanden, setzt sie aktuell vorzugsweise Holz als Material für ihre Wandobjekte ein. Parallel gibt es Arbeiten aus geschöpftem Papier sowie Zeichnungen mit Tusche und Aquarell, die zu Reihungen zusammengefasst, selbst zu Wandobjekten werden. Die Ausstellung läuft bis zum 2. Dezember.

© Susanne Moll, Foto: Patrick Huber

© Susanne Moll, Foto: Patrick Huber

© Susanne Moll, Foto: Patrick Huber

© Susanne Moll, Foto: Patrick Huber

© Susanne Moll, Foto: Patrick Huber

© Susanne Moll, Foto: Patrick Huber

 

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Stefan Beck
ICH SAGTE SUPERMAN – ER SAGTE: WAS

09.09.-14.10.2017

Stefan Beck, der 1955 in Heidenheim geboren wurde und 2004 in Kassel verstarb, beschäftigte sich anfänglich vor allem mit Literatur und Dichtung, bevor er Freie Kunst in Kassel studierte. Die Arbeiten reichen von installativen Objekten über Lackbilder und Malerei auf Pappmaché bis hin zu Zeichnungen. Die Sujets der Arbeiten stammen zum großen Teil aus der wunderbaren Welt des Fernsehens. Vorgefundenes aus der Alltags- und Popkultur sowie aus Literatur und Philosophie finden Eingang in Becks komplexe Kunstwelt, die ständig zwischen Ironie und Ernst oszilliert und auf subtile Weise die Unterscheidung von Trivialem und Hochkultur ins Absurde führt.

© Stefan Beck, Foto: PAtrick Huber

© Stefan Beck, Foto: Patrick Huber

© Stefan Beck, Foto: Patrick Huber

© Stefan Beck, Foto: Patrick Huber

© Stefan Beck 1982

© Stefan Beck 1982

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Z.E.I.C.H.N.U.N.G.

Anett Bauer, Susan Donath, Verena Eichhorn, Kosima Foroghi, Anne Frühauf, Maja Gratzfeld, Fatma Güdü, Eva Jünger, Klara Meinhardt, Ulrike Mundt, ORLANDO, Karen Packebusch, Lisa Pahlke, Sylvia Pásztor, Nadja Poppe, Elisabeth Richter, Marta dal Sasso, Anja Seidel; Mäki Closch (Dichtung)

28.07.-12.08.2017

Einführung: Dr. Alexander Wiehart nebst Gesprächen mit anwesenden Künstler*innen
Performance: Anja Seidel „Ein einfaches Lied über den Tod“

Foto: Patrick Huber

Foto: Patrick Huber

Finissage: 12.8. um 19 Uhr
Autorenlesung: Mäki Closch „Die Überzeichneten. Oder: Lächeln ohne Weltraum“

Z.E.I.C.H.N.U.N.G. – die “pointierte” Schreibung des Ausstellungstitels verunsichert: Zeichnung lässt sich nicht auf den einen Punkt bringen. Daher gilt es, die Vielfalt bildkünstlerischen Umgangs mit der Linie an markanten individuellen Positionen zu erkunden. Achtzehn Dresdner und Berliner Künstler*innen wagen Konfrontation und Dialog: Es begegnen einander meisterlicher Duktus, Kritzelei, ausgefeilte Drucktechnik, Fotografie, Scherenschnitt, Textilkunst, Performance und Skulptur. Das in der Kunst Gezeichnete ist meist die vom Leben gezeichnete Kreatur, die nicht weiß, wie ihr geschieht. Mit Taktiken des Be­-, Ver- und Überzeichnens spielt die abschließende Autorenlesung.

Idee und Federführung: Sylvia Pásztor
Kurator: Dr. Alexander Wiehart

Foto: Patrick Huber

Foto: Patrick Huber

Foto: Patrick Huber

Foto: Patrick Huber

Flyer-Berlin-2-400

 

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SHANGHAI LU

Patrick Huber, Ute Lindner & Bernhard Thome

25.06.-08.07.2017

Im März diesen Jahres waren Patrick Huber, Ute Lindner und Bernhard Thome im Rahmen von Shirley Temple’s International Artist-in-Residence Program nach Shanghai eingeladen, um vor Ort zu arbeiten und eine Ausstellung zu realisieren. Nun zeigen die drei Berliner Künstler in Berlin ihre von Shanghai inspirierten neuen Arbeiten.

Patrick Huber zeigt Landschaftsbilder, die von chinesischen Steinformationen beeinflusst sind, die er in Shanghaier Parkanlagen vorgefunden hat. Ute Lindner war fasziniert von den kahlen Platanen und elektrischen Oberleitungen. Daraus entstanden neue Cyanotypie-Arbeiten, die in ihrer Reduziertheit an chinesische Schriftzeichen erinnern. Weitere Fotografien sowie ein Video sind zu sehen. Bernhard Thome, Künstler und Koch, veranstaltete in Shanghai ein großartiges Menü, bei dem die Gäste bei der Bildentstehung mitwirkten. Am Tag vor der Eröffnung findet nun in Berlin im COPYRIGHTprojektraum am Freitag, den 23. Juni, um 18:30 Uhr ein ähnliches Essen statt: „Shanghai Rose“ (siehe weiter unten).

Ute Lindner, "Shanghai Lu", 2017, Cyanotypie auf Reispapier auf Glas, 60 x 90 cm

Ute Lindner, “Shanghai Lu”, 2017, Cyanotypie auf Reispapier auf Glas, 60 x 90 cm

Pastellzeichnung: Patrick Huber

Pastellzeichnung: Patrick Huber

 

4-Gang-Menü „Shanghai Rose“ von Bernhard Thome

23.06.2017

„Shanghai Rose“

Amüse Alternative Blini mit schwäbischem Kaviar

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: UTe Lindner

Bernhard Thome: Vorspeise: “Der Name von Rose”, Rote Bete – Lachs – Rettich – Pu Err Tee, Foto: Ute Lindner

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

Bernhard Thome: Interim “Ai-eiei”, Shanghai Tee Ei – KArtoffelfritate – Erbsenpüree – Speck – Crouton, Foto: Ute Lindner

    "Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

Bernhard Thome: Hauptgang “Nebelberge”, Tempura mit Meeresfrüchten – Quinoa-Algen – KAiserschote – Wasabi/Ingwerschaum – Grüntee-Sud, Foto: Ute Lindner

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

Bernhard Thome: Dessert “Alte Hüte Kuchen”, Foto: Ute Lindner

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner.

“Shanghai Rose” von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

"Shanghai Rose" von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

“Shanghai Rose” von Bernhard Thome, Foto: Ute Lindner

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© No. 9 Space Identity – lab #7:

Taemen Jung, Soojie Kang und Yoonjung Lee

02. JUNI – 17. JUNI 2017 JUNE 2 – JUNE 17, 2017

Taemen Jung, Soojie Kang, Yoonjung Lee

Taemen Jung, Soojie Kang, Yoonjung Lee

Die Ausstellung findet im Rahmen des 9. ©-Projektes „Space Identity“ statt:

공간 空間 gong gan

Dieses Wort bedeutet auf koreanisch „der Raum“. Es besteht aus zwei chinesischen Zeichen, 空(gong) und 間(gan). 공(空) bedeutet die Leerheit und 간(間) bedeutet der Abstand. Insgesamt kann das Wort als ein leerer Abstand verstanden werden. Ein leerer Abstand ist unbekannt und undefiniert und enthält viel Potential.

Die drei jungen Künstlerinnen aus Südkorea, die derzeit noch in Leipzig studieren, werden auf unterschiedliche Weise diesen leeren Platz mit ihrer eigenen Identität ausfüllen.
Soojie Kang zeichnet und malt einen virtuellen Raum, der aus ihren Träumen entstanden ist. Sie versucht, ein Bild zu entwickeln, das nur im Kopf und in der Erinnerung existiert.
Yoonjung Lee dreht ein Video zum Thema “der territoriale Raum”. Mit der Geschichte einer koreanischen Familie in Deutschland stellt sie die Frage danach, was der territoriale Raum ist oder sein kann.
Taemen Jung baut einen persönlichen Raum mit wertlosen bzw. einfachen Materialien. Sie fragt damit nach der Bedeutung des Hauses und wird ihren privaten Raum körperlich ausdrücken.

© Yoonjung Lee, Foto: Ute Lindner

© Yoonjung Lee, Foto: Ute Lindner

1.
Der territoriale Raum

Yoonjung Lee: “Die Erde. Ein Territorium ist im weitesten Sinne ein geografisch abgegrenztes Gebiet, das ein bestimmtes Verhältnis zwischen seinen (menschlichen oder tierischen) Bewohner und einer übergeordneten geografischen Einheit ausdrückt. Territorium ist ein Lehnwort aus der lateinischen Sprache. Terra, die Erde, der Erdboden, das Land – das Gebiet einer Stadt. Terra, die Erde, bedeutet in der Fünf-Elemente-Lehre die Mitte und die Harmonie. Eine koreanische Familie, die in Deutschland wohnt, hat ein Grundstück in Deutschland gekauft und sie säat und kultuviert verschiedene Gemüsesorten. Sie verkauft ihre Produkt an Asienmärkte und asiatische Restaurants. Ich denke, die Erde ist ihr Leben. Ihre Vitalität wurzelt tief im Boden wie Pflanzen. Ich mache ein Video über das Thema „der territoriale Raum“. Mit der Geschichte einer koreanischen Familie in Deutschland als Beispiel, stellt es die Frage, was territorialer Raum ist und was die Erde ist.”

©Soojie Kang

©Soojie Kang

2. Der virtuelle Raum
Der Traum_Idee Skizzen
Soojie Kang: „ ,Einst träumte Dschuang Dschou, dass er ein Schmetterling sei, ein flatternder Schmetterling, der sich wohl und glücklich fühlte und nichts wußte von Dschuang Dschou. Plötzlich wachte er auf: da war er wieder wirklich und wahrhaftig Dschuang Dschou. Nun weiß ich nicht, ob Dschuang Dschou geträumt hat, dass er ein Schmetterling sei, oder ob der Schmetterling geträumt hat, dass er Dschuang Dschou sei, obwohl doch zwischen Dschuang Dschou und dem Schmetterling sicher ein Unterschied ist. So ist es mit der Wandlung der Dinge.´
(Dschuang Dschou, 胡蝶之夢)

Was bedeutet eigentlich virtueller Raum?
Das Virtuelle erscheint so völlig vom Raum im klassischen Verständnis eines geografisch verorteten, abgeschlossen Gebietes abgetrennt. Ich erlebte diesen unechten Raum außerhalb des Internets fast jede Nacht, und zwar in meinen Träumen. Manchmal erwache ich nach einem langen Traum und bin verwirrt, weil ich nie einen Traum als einen Traum wahrgenommen habe. Ich bin überrascht, ich habe sogar geweint, um die Wahrheit aufzunehmen, denn, was ich eben gerade erfahren habe, war alles eine Erfindung und nur in meinem Kopf entstanden. Diese indirekte Erfahrung ist zwar nur ein Traum, übte aber auf meinen Alltag und Gedanken einen großen Einfluss aus.
Ich werde den virtuellen Raum aus dem Traum mit Farbe und Form auf die Leinwände ausdrücken. Es wird konkret dargestellt, aber zugleich verschwommen sein, weil ich nur von meiner Erinnerung abhängig bin.
Wegen des ewigen Wandels gibt es keinen besonders ausgezeichneten Standpunkt. Die Welt lässt sich nicht durch ein einziges Prinzip oder Gesetz erklären, es gibt keinen festen Grund, von dem aus sich philosophische Gewissheit über die Dinge erreichen lässt. Traum und Realität: beide Perspektiven sind zwar eindeutig unterscheidbar, aber in ihrer Stellung zur Wahrheit gleichberechtigt.”

© Taemen Jung, re. Malerei von Soojie Kang, Foto: Ute Lindner

© Taemen Jung, re. Malerei von Soojie Kang, Foto: Ute Lindner

3. Der körperliche Raum

Taemen Jung: “Das Nest”
“Das Haus ist für Menschen eigentlich ein Schutz gegen natürliche Katastrophen, aber heutzutage hat man Schwierigkeiten, ein eigenes Haus zu haben.
Seit 2013 bin ich in Deutschland und bin 7 mal umgezogen. Durch diese Erfahrung habe ich mir die Bedeutung des Hauses noch mal neu überlegt. Die Generation, der ich angehöre, wird “Nomade” genannt. Auf vielfältige Weise zieht man von einer Stadt in die andere, von Land zu Land. Dieses nomadische Leben macht die Bedeutung des Hauses wichtiger, weil das Haus ein eigener, einziger persönlicher Raum ist, wo man irgendwo bleibt.
Ich baue meinen persönlichen Raum mit Eierpackungen. Die sind auch als Schutz für die Eier gemacht, aber sind noch wertloser. Es wird ein körperlicher Raum, in dem ich wirkliches Leben ausdrücken möchte.”

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Domenico Zindato: MICRO, a survey Paper Work (1997-2016)

presented by Julian Scholl – Pop Up Show @COPYRIGHTprojektraum

31. MÄR – 29. APR 2017  MAR 31 – APR 29, 2017

Ausstellungsansicht, Foto: Ute Lindner

Ausstellungsansicht, Foto: Ute Lindner

Acht Jahre lang – von 1988 bis 1996 – hat der italienische Künstler Domenico Zindato in Berlin gelebt. Eine Zeit, die Zindato sehr geprägt hat. Jetzt ist der Künstler, der mittlerweile in Cuernavaca, Mexiko, zu Hause ist, wieder zu Besuch in der deutschen Hauptstadt und präsentiert erstmals seit 20 Jahren mit der Pop Up Show „MICRO – A survey 1996-2017″ (eine Retrospektive von seinen Berliner Jahren bis in die heutige Zeit) wieder eine Einzelausstellung an der Spree.

Gezeigt werden 25 Werke, beginnend mit den Zeichnungen seiner noch sehr surrealistischen Periode bis hin zu seinen aktuellsten, meditativen Werken, die aus feinen, aufwändigen Mustern bestehen. Die Zeichnungen des Künstlers stehen in engem Bezug zu verschiedenen andere Kunstformen, darunter nordindische Miniaturen oder auch Tiermotive an den Wänden prähistorischer Höhlen. Zindato sagt, dass er, wenn er seine Zeichnungen macht, sich häufig so fühle, als wäre er in Trance.

In Berlin hat Domenico Zindato, geboren 1966 in Reggio Calabria, Ende der 80er Jahre seine eigene künstlerische Identität geformt. Hier entwickelte er nicht nur seine künstlerischen Arbeiten sondern zeigte zudem auch ein ausgeprägtes Interesse für die Theater- und Musikszene der damaligen Mauerstadt. So managte er beispielsweise einen eigenen Club und veranstaltete eine eigene kabarettähnliche Aufführung, die er als von Dada und dem Surrealismus beeinflusst beschrieb. In dieser Zeit begann Zindato, Gemälde mit farbigen Tinten auf Aquarellpapier, Washi (traditionelles japanisches Papier) und andere handgemachte Papiere anzufertigen und startete auf diese Weise seine Karriere als angesehener Künstler. Mehr als 40 Ausstellungen in Amsterdam, Paris, New York, Mexico City und weiteren Städten folgten. Vertreten wird Zindato in den USA von der Andrew Edlin Gallery in New York City.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

© Domenico Zindato

© Domenico Zindato

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Blue Notes #3

27. JAN – 25. FEB 2017  JAN 27 – FEB 25, 2017

Blue Notes #3, COPYRIGHTberlin, Foto: Patrick Huber

Foto: Patrick Huber

Als Blue Notes bezeichnet man in der Musik Töne, die in besonderem Maß den Charakter des Blues prägen. Es sind Zwischentöne, die sich nicht in unser Tonsystem einfügen lassen.
Auch hier lassen sie sich schwer einordnen, denn es sind blaue Notizen oder blaue Übersetzungen von Kunstwerken, die uns befreundete Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung gestellt haben, um von ihnen 1:1-Kopien als Cyanotypien herzustellen – jene alte fotografische Technik, in der die Sonne blaues Pigment erzeugt.
Sie sind autonome Kunstwerke, zugleich liegt in ihnen die Sehnsucht nach dem Original, und Sehnsucht ist auch beim Blues das intimste Gefühl. So wird mit der Zeit allmählich ein Archiv anwachsen – blaue Erinnerungen an das Original.

Die Cyanotypien wurden angefertigt nach Originalen von Minor Alexander, Peter Anders, Norbert Artner, Marc Bellini, Armin Bremicker, Lionel Desneux, Thomas Draschan, Marie-Hélène Fabra, Roland Fuhrmann, Catherine Geoffray, Wolfgang Georgsdorf, Kasia Górzyńska & Rafal Górzyński, Pierre Granoux, Hauenschild/Ritter, Anton Henning, Patrick Huber, Yuki Jungesblut, Katharina Kern, Astrid Köppe, Regine Kolle, georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Ralf Michna, Ulrike Mohr, Susanne Moll, Isabel Pauer, Maya Roos, Wolfgang Rüppel, Florian Schmidt, Hagen Schümann, Maya Schweizer, Veit Stratmann, Cannelle Tanc, Tobias Trutwin, Frédéric Vincent.

Patrick Huber & Ute Lindner, "Blue Notes - Original Kasia Gorczinska", Originalfoto: Rafal Gorczinski, 2016, Cyanotypie

“Blue Notes – Original Kasia Gorczinska”, Originalfoto: Rafal Gorczinski, 2016, Cyanotypie

Blue Notes are intermediate tones, which cannot be inserted into our tone system and which characterize the Blues. In this exhibition we present blue translations of works of art by different artists. 1:1-copies of the original works are transformed into cyanotypes – that old photographic technique, in which the sun produces blue pigment. They are autonomous works of art but at the same time the memory of the original is still alive. A blue archive is gently growing – blue memories of the original.

The cyanotypes are based on original artworks by Minor Alexander, Peter Anders, Norbert Artner, Marc Bellini, Armin Bremicker, Lionel Desneux, Thomas Draschan, Marie-Hélène Fabra, Roland Fuhrmann, Catherine Geoffray, Wolfgang Georgsdorf, Kasia Górzyńska & Rafal Górzyński, Pierre Granoux, Hauenschild/Ritter, Anton Henning, Patrick Huber, Yuki Jungesblut, Katharina Kern, Astrid Köppe, Regine Kolle, georgia Krawiec, Ute Lindner, Rémy Markowitsch, Ralf Michna, Ulrike Mohr, Susanne Moll, Isabel Pauer, Maya Roos, Wolfgang Rüppel, Florian Schmidt, Hagen Schümann, Maya Schweizer, Veit Stratmann, Cannelle Tanc, Tobias Trutwin, Frédéric Vincent.

Blue Notes #3, nach Originalen von Anton Henning, Maya Schweizer, Yuki Jungesblut und Ulrike Mohr, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Anton Henning, Maya Schweizer, Yuki Jungesblut und Ulrike Mohr, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Veit Stratmann, Peter Anders, Astrid Köppe, Isabel Pauer, Hagen Schümann, Norbert Artner, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Veit Stratmann, Peter Anders, Astrid Köppe, Isabel Pauer, Hagen Schümann, Norbert Artner, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Minor Alexander, Roland Fuhrmann, Patrick Huber, Katharina KErn, Frédéric Vincent, Tobias Trutwin, COPYRIGHTberlin

Blue Notes #3, nach Originalen von Minor Alexander, Roland Fuhrmann, Patrick Huber, Katharina KErn, Frédéric Vincent, Tobias Trutwin, COPYRIGHTberlin

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THOMAS DRASCHAN
deep space eins sechs

3. – 29. OKT 2016  OCT 3 – 29, 2016

EMOP_BERLIN300

Thomas Draschan (Foto: Ute Lindner)

Thomas Draschan (Foto: Ute Lindner)

© Thomas Draschan

© Thomas Draschan

 

COPYRIGHTberlin ist mit der Ausstellung Thomas Draschan ausgewählt worden, beim  7. Europäischen Monat der Fotografie Berlin (EMOP Berlin) im Oktober 2016 teilzunehmen.
COPYRIGHTberlin will be part of the 7th European Month of Photography Berlin (EMOP Berlin) with an exhibition of Thomas Draschans‘ work in October 2016.

Als Teil des Ausstellungsprojekts deep space eins sechs, einer Kooperation mit den Projekträumen Kronenboden und uqbar in der Schwedenstraße 16, zeigt COPYRIGHTberlin eine Ausstellung mit neuen Arbeiten des österreichischen Künstlers Thomas Draschan (Wien/Berlin).
Zu sehen sind Papiercollagen aus fotografischen Fundstücken, die digital weiterbearbeitet wurden. Dabei handelt es sich meist um klare Gegenüberstellungen: Lenin und ein Schimpanse, Dali und Giraffen, Picasso mit Tapir in exotischem Ambiente. Respektlos plündern die Arbeiten die Kunst-, Fotografie- und Architekturgeschichte und stellen aus deren Versatzstücken aktuelle Fragen zur Stellung von Kunst und der Person des Künstlers. Verdrängtes und Unbewusstes wird leicht und spielerisch inszeniert. Aber hinter der bunten Fassade lauert ein Abgrund: Wenn sich die angedeuteten Geschichten und Metaphern im Kopf des Betrachters weiterspinnen, ist der Rückwärtssalto in luftiger Höhe nicht ohne Gefahr. Kann der Künstler einen konstruktiven Beitrag leisten oder handelt es sich nur um Seifenblasen aus seinem Gehirn?

As part of the exhibition project deep space one six, a cooperation with the project spaces Kronenboden and uqbar in Schwedenstraße 16, COPYRIGHTberlin presents an exhibition with new works by the Austrian artist Thomas Draschan (Vienna/Berlin).
On view are paper collages made from digitally reworked found photographic material. The majority of images are clear juxtapositions: Lenin and a chimpanzee, Dali and giraffes, Picasso with a tapir in exotic surroundings. The works irreverently plunder the history of art, photography and architecture, and pose current questions regarding the position of art and the artist’s person. While repressed and unconscious themes are presented in a light and playful manner, an abyss lurks behind the colourful façade: if the viewer takes the metaphors and suggested stories to their logical conclusion, this backwards somersault is not without danger. Is the artist capable of making a constructive contribution, or is it all nothing more than soap bubbles floating out of his brain?

Kuratiert von | Curated by Patrick Huber & Ute Lindner

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Michael Kurzwelly
Wirklichkeitskonstruktion als angewandte Methode

08.-18.09.2016

Michael Kurzwelly, WEISSE ZONE (Wanderkarte)

Michael Kurzwelly, WEISSE ZONE (Wanderkarte)

“Die ‘großen Wirklichkeiten’, die uns anscheinend von außen vorgegeben werden, sind nur eine Vereinbarung über eine Realität, die wir Menschen uns als Rahmen gegeben haben. Aus diesem Grunde können wir durch gezielte Raumumordnungen neue Wirklichkeitskonstruktionen erschaffen. Wenn wir dann nach dieser neuen Realität leben, manifestiert sie sich quasi als ‘self fulfilling prophecy’. ” (Michael Kurzwelly).
Ein Beispiel dafür zeigt sich in der Arbeit der “weissen Zone”, bei der es sich um ein in Brandenburg gelegenes Gebiet von 140 Quadratkilometern handelt, das es nicht mehr gibt. Es gibt Wanderkarten, die um diese Fläche des Nichts führen sowie touristische Angebote im Zonenrandgebiet. Ein eigens gegründetes Institut hilft bei der Vorbereitung auf die Erfahrung des Nichts.
Michael Kurzwelly, der derzeit auch an der Ausstellung “Space Identity” in der Tabakfabrik Vierraden beteiligt ist, ist ein Grenzgänger zwischen Polen und Deutschland, wohnhaft in Słubfurt, einer sprachlichen Verbindung von Słubice und Frankfurt/Oder. In seinen Projekten beschäftigt er sich mit Fragen von Identität und Grenze und den dahinter stehenden Strategien. Darüber hinaus geht es ihm in seinen Projekten um die Umdeutung gesellschaftlicher Probleme in neue Wirklichkeitskonstruktionen, die  unter Einbezug vieler Akteure in das alltägliche Leben eindringen.

Weitere Links:
www.arttrans.de
www.slubfurt.net
www.nowa-amerika.eu

PDF: MichaelKurzwelly-Text-3Seiten

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(Para)Matters of Perception – Lidija Delić, Nina Ivanović, Sava Knežević, Isidora Krstić, Iva Kuzmanović, Nemanja Nikolić und Marija Ševic

13.-28.08.2016

u10b-800

 

Vom 12. bis 28. August 2016 zeigt uqbar zusammen mit den benachbarten Projekträumen Copyright und Kronenboden die Ausstellung (Para)Matters of Perception. Mit dieser Ausstellung präsentiert der Artist-Run Space U10 aus Belgrad, Serbien, seine Arbeit in Berlin. Weitere Informationen:
uqbar, http://u10.rs/eng/index.html, https://www.facebook.com/U10page/

In cooperation with the neighboring project spaces Copyright and Kronenboden uqbar shows the exhibition (Para) Matters of Perception. With this exhibition the artist-run space U10 from Belgrade, Serbia, presents its work to a Berlin audience. Further information:
uqbar, http://u10.rs/eng/index.html, https://www.facebook.com/U10page/

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Thomas Scheffer

META
floating senses

27.05.-26.06.2016

Foto: Ute Lindner

Foto: Ute Lindner

META, INTERACTIVE VIDEO INSTALLATION, HD, COLOR, NO SOUND, 2016

Ausführlicher Text zum Projekt auf Englisch von Mark Gisbourne siehe PDF:
1605_COPYRIGHT-thomasscheffer
Infos zum Künstler: Thomas Scheffer

Mit freundlicher Unterstützung von:
Logo_soundbrothers_300

Thomas Scheffer
META – floating senses
27 May till 26 June 2016

META is an interactive, video installations for video projectors and video screens. The video installation reach the interactivity without interfaces and sensors.
An essay by Mark Gisbourne about the project in English can be downloaded here:
1605_COPYRIGHT-thomasscheffer
Info about the artist Thomas Scheffer

Musikalisches Intermezzo - von Bach bis Prokofjew: mit Karina Lejeune (Sopran) und Andreas Discher (E-Piano), 26. Juni 2016

Concert with Karina Lejeune (Soprano) and Andreas Discher (e-piano), 26 June 2016

Foto: Ute Lindner

Foto: Ute Lindner

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ROLAND GEISSEL 500 Postcards

27.02.-01.05.2016

Videoarbeit (Interview mit Mr. Tan) von Roland GeisselVideoarbeit (Interview mit Mr. Tan) von Roland Geissel
Roland Geissel, "ningbo lu shanghai", 2008, c-print

Roland Geissel, “ningbo lu shanghai”, 2008, c-print

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Eröffnung / Opening

2016 starteten wir mit Arbeiten von Roland Geissel, es ist seine erste Einzelausstellung, seit er nach achtjährigem Auslandsaufenthalt aus Asien zurückgekehrt ist. 2007 übersiedelte der damals in Berlin lebende Maler zunächst nach Schanghai und lebte danach von 2009 bis 2015 in Singapur.

Im Frühjahr 2012 wurde Roland Geissel von uns zu einem Symposium zum Thema Identität eingeladen. Dafür entwickelte er eine Arbeit, die es ihm ermöglichte, ohne große Transportkosten und auch ohne selbst von Singapur aus nach Berlin fliegen zu müssen, an der Veranstaltung teilnehmen zu können. Die Idee war, nach einer bestimmten Spielregel jeden Tag eine Postkarte zu schicken. Mit Hilfe eines Stempelsets schrieb er auf jede Postkarte einen Satz mit einen Tagesstempel (mit roter Farbe), damit deutlich wurde, dass für jeden Tag tatsächlich eine Postkarte abgeschickt wurde. So entstanden im Zeitraum vom 1. Mai 2012 bis 15. September 2013 mehr als 500 Postkarten, die aus zehn unterschiedlichen Ländern verschickt wurden.
Der Titel “500 Postcards” ist angelehnt an die Buchreihe “500 early postcards” welche für etliche Städte (wie Malacca, Penang, Kuala Lumpur, Bangkok, Jakarta, Singapur usw.) in Südostasien publiziert wurden . Hierbei handelt es sich um ppc (picture postcard) aus der Kolonialzeit und da die meisten ppc von Europäern in ihre Heimat verschickt wurden beeinflussten sie damit auch unsere Wahrnehmung von Südostasien.

IN DEUTSCHLAND BESCHLAGEN DIE AUTOSCHEIBEN VON INNEN HIER VON AUSSEN – 3 OKT 2012

“Mit einem Satz kann man keine langen Geschichten erzählen, es sind kurze Gedanken, die einem Deutschen, der in Singapur für einige Zeit lebt, durch den Kopf gehen könnten. Jemandem, der aus einem anderen Kulturraum für eine gewisse Zeit nach Singapur käme, würden möglicherweise andere Dinge auffallen.” (Roland Geissel)

DER SINGAPURER FARBGESCHMACK IST MIT GOETHES FARBENLEHRE NICHT ZU ERKLÄREN – 29 AUG 2012

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Den 500 Karten, mit ihren an Haikus erinnernden Gedankensätzen, sind Architekturfotografien gegenübergestellt, an deren Serie Roland Geissel seit 2007 arbeitet. Schon in Berlin benutzte er die Fotografie für seine Arbeiten, in Asien wurde sie zu seinem wichtigsten künstlerischen Medium.

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“Damals kam ich von Berlin nach Shanghai und habe mich über die Architektur der Stadt gewundert. Da gab es Häuser, bei denen ich gar nicht wusste, was das ist oder zu welchem Zweck diese Gebäude gebaut wurden. Zuerst habe ich nur – merkwürdige – Häuser fotografiert, dann kamen auch andere hinzu. Was mich immer wieder beeindruckt hat, war die mir unverständliche Ästhetik der Gebäude, die ich oft als hässlich empfand. Ich habe erst einmal nur gesammelt, so wie ein anderer Käfer oder Schmetterlinge sammelt. Und so, wie man in einer Käfersammlung plötzlich die Schönheit eines Mistkäfers entdeckt, ging es mir mit einem Gebäude, welches von oben bis unten mit pinkfarbenen Kacheln bedeckt war. Weder die Postkarten sind für die Architekturfotografien hergestellt noch sind die Architekturfotografien für die Postkarten gemacht worden. Die Sätze auf den Postkarten beziehen sich nicht direkt auf die Fotografien. Es verhält sich eher so wie bei unseren beiden Gehirnhälften, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen, um sich in der Welt zurechtzufinden.” (Roland Geissel)

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Foto: Roland Geissel
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Blue Notes

Minor Alexander | Norbert Artner | Armin Bremicker | Roland Fuhrmann | Kasia & Rafał Górczyński | Pierre Granoux | Anton Henning | Patrick Huber | Katharina Kern | georgia Krawiec | Ute Lindner | Rémy Markowitsch | Susanne Moll | Ralf Michna | Maya Roos | Wolfgang Rüppel | Hagen Schümann | Cannelle Tanc | Tobias Trutwin | Frédéric Vincent

30.10.-20.11.2015
15_bluenotes-installation800

Als Blue Notes bezeichnet man in der Musik Töne, die in besonderem Maß den Charakter des Blues prägen. Es sind Zwischentöne, die sich nicht in unser Tonsystem einfügen lassen.
Auch in unserem Fall lassen sie sich schwer einordnen, denn es sind blaue Notizen oder blaue Übersetzungen von Kunstwerken, die uns befreundete Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung gestellt haben, um von ihnen 1:1-Kopien als Cyanotypien herzustellen – jene alte fotografische Technik, in der die Sonne blaues Pigment erzeugt.

Original: Norbert Artner, "Beijing"

Original: Norbert Artner, “Beijing”

Sie sind autonome Kunstwerke, zugleich liegt in ihnen die Sehnsucht nach dem Original, und Sehnsucht ist auch beim Blues das intimste Gefühl. So wird mit der Zeit allmählich ein Archiv anwachsen – blaue Erinnerungen an das Original.

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31 October till 20 November 2015

Blue Notes are intermediate tones, which cannot be inserted into our tone system and which characterize the Blues. In this exhibition we present blue translations of works of art by different artists. 1:1-copies of the original works are transformed into cyanotypes – that old photographic technique, in which the sun produces blue pigment. They are autonomous works of art but at the same time the memory of the original is still alive. A blue archive is gently arising  – blue memories of the original.
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pig in a poke

Gabriel Vormstein Hagen Schümann Minor Alexander Timo Klöppel

Four artists meet five curators – Patrick Huber, Yulia Belousova, Lina Scheewe, Mario Margani and Dina Nurpeissova

Konzept: Hagen Schümann, Åplus

18.09.-26.09.2015
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Wer ein Schwein – oder wie man in Deutschland sagt: eine Katze – im Sack kauft, muss es auch mit nach Hause nehmen. Und anders als bei den in Mode gekommenen Blind Dates via Tinder gibt es hier kein zurück, denn die Spielregeln sind:
Vier Künstler: Gabriel Vormstein, Hagen Schümann, Minor Alexander und Timo Klöppel, die das Prinzip der Wahlverwandtschaft zusammenführte, suchen unabhängig voneinander ihre Arbeiten aus und bringen sie in einen Ausstellungsraum. Dort werden sie von einem Rudel Kunstvermittler: Patrick Huber, Yulia Belousova, Lina Scheewe, Mario Margani und Dina Nurpeissova, die sich kaum oder gar nicht kennen, in eine Ausstellung gepackt. Dass hier das sonst übliche Kräfteverhältnis von 1:4 auf 5:4 geändert wird, zeigt schnell, dass in dem Sack mindestens neun Schweine stecken.

Pig in a poke. Four artists – Gabriel Vormstein, Hagen Schümann, Minor Alexander and Timo Klöppel – meet five curators – Patrick Huber, Yulia Belousova, Lina Scheewe, Mario Margani and Dina Nurpeissova. Each artist will contribute a selection of works without knowing what the others will present. Instead of one there will be five curators to deal with all the pigs in the poke.

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Kasia & Rafal Gorczynski, Posen

IKEBANA

27.06.-18.07.2015

Die gesamte Struktur der japanischen Blumen-Arrangements basiert auf drei Hauptpunkten, die den Himmel, die Erde und die Menschheit symbolisieren.
Die Arbeit von Rafal und Kasia Gorczynski ist wie ein Ritual, das den unvermeidlichen Prozess der Weitergabe zeigt.
Die Austellung “Ikebana” präsentiert und symbolisiert die Verlegung des Lebens.
Die Künstler verwenden die Regeln aus dem natürlichen Umgebung. Die Elemente der Arbeit, die nach oben führen, sind als ein Symbol für nachhaltige Entwicklung zu verstehen, die das ganze menschliche Leben begleiten soll.
Auf der anderen Seite – nach unten –  zeigen sie Zeichen des Lebens mit all seiner Vergänglichkeit und Volatilität.

Performance mit Kasia Gorzcinska

Performance mit Kasia Górczyńska

Kasia Górczyńska
Performerin, Musikerin, Choreografin.
Absolventin des künstlerischen und musikpädagogischen Master-Studiums an der Hochschule für Musik Ignacy Jan Paderewski in Posen (Studiengang Komposition und Musiktheorie, Schwerpunkt Rhythmik und Klavierimprovisation). In 2009 hat sie ‘mit Auszeichnung’ das Aufbaustudium in Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden beendet. Sie arbeitete an der Hochschule für Musik in Dresden und als Dozentin in der DRK in Dresden. Seit 2013 ist sie Mitglied des Rhythmik Institutes Hellerau e. V. in Dresden. In ihrer künstlerischen Tätigkeit verbindet sie verschiedene Medien wie Musik, Bewegung, Video, Arbeiten mit Objekten. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Österreich, Frankreich, Spanien, Lettland, Deutschland und Polen präsentiert.
www.kasiagorczynska.com
Rafał Górczyński was born in 1980. At the age of 20, he starts his studies at the Academy of Fine Arts in Poznan Faculty of Architecture and Design. In 2005, he begins to work as an Assistant at the Sculpture and Perfoming Arts Department of Space Activity.  His work combines the experience of sculpture, design and architecture in an art installation. In 2010 begins his doctoral studies at the Department of Space Activity.
www.rafalgorczynski.com
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Cannelle Tanc / Frédéric Vincent, IMMANENCE, Paris:

Space-Run Berlin

Presentation & Talk, with French Crepes, Coffee & Wine

25.04.2015, 19:00

For this exhibition, we are showing a selection of 36 photographies of Artist-Run Spaces from Berlin since the 70’s to now. We made a selection of 36 artist-run spaces according to approximately 200.The pictures showing a view of the location according to Google Street View and the web site of the space (if it exists). We have chosen Google Street View for his impersonnality because often the view of the location is anachronistic.This presentation of  this 36 Artist-Run Spaces shows the history of the city, all this Artist-Run Spaces are also the presence of the city and his future.

The chosen artist-run spaces are: after the butcher, art laboratory berlin, Atelier Michael Diller, Atelier Galerie Scheib, Ausland, Berlin Weekly, Capri, Copyright, Die raum, Die Tödliche Doris, EP galerie jürgen schweinebraden, experimental System, FIT, Flutgraben, Galerie De LOCH, general public, Immanence (the residence), In Situ, Kippenberger Büro, Kottishop, Kunsthalle am Hamburgerplatz, Kunstraum t27, Lab for emerging arts and performance, Laden für nichts, Lage egal, Lindnerhuber, loge, mica moca, rot grun, scotty enterprise, sox, sparwasser HQ, uqbar, visite ma tente, ZKU.

(Cannelle Tanc & Frédéric Vincent)

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Film- und Videoabend zum Thema “Space Identity” u.a. mit Beiträgen von Franz John (“Interzone”), Katharina Kern (“Locus Amoenus”) & Science Fiction

27.03.2015, ab 19:00

Franz John: Lost Places – Landeplätze für die Zukunft

29.03.2015, 16:00 Vortrag mit anschließendem Gespräch, dazu Space Cakes, Coffee & Tea

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Foto: Scott MacLeod

” ‘Lost Places’ sind verlassene Orte, die von einer gewissen Ausstrahlung oder Aura leben, aber ihre ursprüngliche Bedeutung eingebüßt haben.
Der ‘Schöppinger Berg’ im westlichen Münsterland ist ein solcher Ort. Historisch ein kultisch ‘heiliger Ort’, dann Abschussrampe für die V2 und noch etwas später Teil des NATO-Schutzschildes gegen einen atomaren Angriff aus dem sowjetischen Raum.
Von Oktober 2006 bis Januar 2007 hielt ich mich als Stipendiat im Künstlerdorf Schöppingen auf und versuchte, solche Spuren der Vergangenheit mit der Zukunft zu verknüpfen. In Anlehnung an den berühmten SF-Roman der Brüder Strugatzki ‘Picknick am Wegesrand’ begab ich mich auf die Spurensuche und untersuchte, inwieweit die ‘Energien’ solcher ‘magischer Orte’ noch aufzuspüren sind und wie diese sich in einer nicht allzufernen Zukunft wieder verwandeln oder transformieren könnten.
In diesem Zusammenhang wurde die Errichtung einer in die Zukunft weisenden ‘Andockstation’ denkbarer Fortbewegungsmittel und Kommunikationsstrukturen,  sowie ein Ausbau als intergalaktischer ‘Picknick- und Parkplatz’ in direkter Umgebung der ausgedienten Raketen- und Radaranlagen angeregt, die später auf vergleichbare Orte wie die verwandte Nikebasis auf dem Hill 88 bei San Francisco ausgedehnt werden könnte.”
(Franz John)
> Hier noch ein Link: http://f-john.de/lostplaces/

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Quiz ohne Teilnehmer

Hussam Naggar

Lesung

28.11.2014

Lesung mit Hussam Naggar

Lesung mit Hussam Naggar

Zur Lesung:
Quiz ohne Teilnehmer
Antworten auf gewisse Fragen, die mich beschäftigen, kommen nicht in regelrecht versprachlichter Form zu Tage, sondern vielmehr in einer gänzlichen Auflösung der Fragestellung.
Anfänglich eingebrachte Thematiken verlieren ihre Bedeutung im Laufe des Geschehens. Ein lyrisches Ich taucht von Zeit zu Zeit auf, ist aber nicht als Protagonist zu verstehen, sondern vielmehr als Statist ohne erkennbaren Zusammenhang, ein Jemand, der sich scheinbar verlaufen hat, aber mit dieser Orientierungslosigkeit unter uns leben kann, weil er sich einfach als Spaziergänger ausgibt und so seine Lösung in sich trägt. Einem eingeworfenen Schuh, der sich verselbstständigt und ihm davonläuft, trauert er nicht hinterher, weil es auch möglich ist, sich barfuß auf den Weg zu machen.
Ein Museum oder ein Wartezimmer wird als Bewusstseinsraum begriffen, wo Zeit seine Rolle verliert und ein Raum sich auftut, der ein wenig mit Worten bestückt wird.
In meiner lyrischen Prosa spiele ich mit der Versinnbildlichung von Wahrnehmungsprozessen, einen Kern gibt es nicht, der Sinn kreist girlandenartig um eine Leere; kurzzeitig kommt eine Süße in den Sinn. Diese Texte hinterlassen eine zweifelhafte Erinnerung, weil sie sich in einer Kippbewegung präsentieren; man weiß nicht so richtig, mit was man es zu tun hat. Sie sind nicht mehr als wahrscheinlich.
Hussam Naggar

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Powering Lives in Singapore

Ute Lindner und Patrick Huber

01.10.-30.11.2014

Powering Lives in Singapore

Powering Lives in Singapore

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ANTIBODY XTETT

Konzert mit neuer, improvisierter Musik
01.02.2014

Wolfgang Georgsdorf, Geige (violin)
Daniel Weltlinger, Geige (violin)
Shasta Ellenbogen, Viola (viola)
Abigail Sanders, Waldhorn (french horn)
Stephen Crowe, E-Gitarre (electric guitar)

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Links:
https://www.youtube.com/watch?v=iv6fQbUOaFw#t=143
https://soundcloud.com/antibody-xtett

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Jenseits von Schweden

Peter Anders, Monika Goetz, Patrick Huber,
Frank Kästner, Astrid Köppe, Ute Lindner, Heidi Sill

15.12.2013 – 01.02.2014

Frank Kästner, Astrid Köppe, Foto: Ute Lindner

Frank Kästner, Astrid Köppe, Foto: Ute Lindner

Monika Goetz, Patrick Huber, Astrid Köppe, Foto: Ute Lindner

Monika Goetz, Patrick Huber, Astrid Köppe, Foto: Ute Lindner

 

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LICHTUNG

Wolfgang Georgsdorf

2009

Foto: Ute Lindner

Foto: Ute Lindner

 

Konzert, Foto: Ute Lindner

Konzert, Foto: Ute Lindner

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16,9sprinter [lang]

[doppel de] / Dresden zu Gast bei COPYRIGHT

2009

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© No. 7: “Here, there and anywhere … Von Geistern, Hologrammen und anderen Abwesenheiten”

2008

genenral public, Meinblau, COPYRIGHTprojektraum, Akademie der Künste, Berlin

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© Ulrike Mohr, Rotierende Wand

COPYRIGHT No. 8

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© No. 8: Vom Himmel der Ästhetik und die Moral von der Geschicht

84 Seiten, 4-Farbdruck, Fadenheftung, 21 x 21 cm.

Künstlerische Beiträge von Pablo Alonso, Hauenschild/Ritter, Patrick Huber, Ute Lindner, Urs Lüthi, Bjørn Melhus, Stadtwerkstatt Linz, Annelies Strba, Tobias Trutwin
Mit Textbeiträgen von Bernhard Balkenhol, Johannes W. Feuling, Tom Kleffmann, Hans Jürgen Scheurle, Guido Schlimbach und Michael Schmidt-Salomon und Harry Walter.
Cover: Veit Stratmann
ISSN: 1439-7730
15 €

Eine Leseprobe (PDF 632 KB) steht hier als Download bereit.

© Künstler und Autoren.
Alle Abbildungen und Texte sind urheberrechtlich geschützt.
Auf Einladung der Walter-Heilwagen-Stiftung in Kassel hat copyright sein achtes Kunstprojekt realisiert, diesmal zum Thema Ethik, Religion und Naturwissenschaft im Spiegel der Kunst.

Am 9. Juli 2010 fand im Kasseler Kunstverein als zentrale Abendveranstaltung ein moderiertes Gespräch mit Kurzvorträgen aus den Bereichen Kunst, Ethik, Religion und Naturwissenschaft statt, das in ein begleitendes Essen eingebunden war und sich als kleines Symposium im Gewand der Kunst bezeichnen ließe. Parallel dazu war die gleichnamige Ausstellung zu sehen.
Das Projekt wurde initiiert und finanziell ermöglicht durch die Walter-Heilwagen-Stiftung, Kassel.

Symposium, Kasseler Kunstverein

Symposium, Kasseler Kunstverein (4-Gänge-Menü: Bernhard Thome)

Symposium (Lothar Arabin, Walter und Ute Weiss), Walter Heilwagen Stiftung

Symposium (Lothar Arabin, Walter und Ute Weiss), Walter-Heilwagen-Stiftung

Symposium (Dirk Schwarze, Bjørn Melhus, Georg Ritter)

Symposium (Dirk Schwarze, Bjørn Melhus, Georg Ritter)

Bjørn Melhus

Bjørn Melhus

Pablo Alonso, Patrick Huber, Stadtwerkstatt Linz

Pablo Alonso, Patrick Huber, Stadtwerkstatt Linz

 

Ausstellung und Symposium, Kasseler Kunstverein

Ausstellung und Symposium, Kasseler Kunstverein

http://www.copyright-projekt.de/images/8/flyer-c8-VomHimmelderAesthetik.jpg

COPYRIGHT No. 6

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Die 6. Ausgabe von © Ein unguter Ort – doch besser als die Welt erschien 2003 und dokumentiert das gleichnamige Symposium in der Akademie der Künste, Berlin, im Sommer 2002.
Der Verkaufspreis beträgt EUR 25.


framerec (Ella Raidel/René Straub)  Sozialpalast
Wandtapete & Videoarbeiten, Projektraum Kampl

Das Berliner COPYRIGHTprojektbüro machte den Begriffskomplex Orte/Unorte zum Thema seines aktuellen Kunstprojekts und lud zu einem öffentlichen interdisziplinären Austausch ein, dessen räumliches Zentrum vier Monate lang vom 15.3.-13.7.2002 im Projektraum Kampl eingerichtet war.
Zum Abschluss der ersten Phase erschien eine ©Zeitung als Sonderausgabe der Straßenzeitung Motz: Release-Party: Sa., 13.07.2002, ab 21 Uhr, Kunstfabrik am Flutgraben, B-Treptow.

Ausgehend von einem Zitat Ernst Jüngers aus dem Roman Die Zwille wurde einerseits die Wahrnehmung konkret erlebbarer Orte und andererseits die Aufhebung des Ortes als Unort, Nicht-Ort oder Utopie thematisiert. Das 6-monatige Projekt ging nicht von einem zuvor festgelegten Kontingent an Ausstellungen und Vorträgen aus. Vielmehr realisierte sich das Projekt durch die Beteiligung derjenigen, die sich mit dem Thema befassten. Vorschläge für eigene Veranstaltungen konnten eingereicht werden. Parallel entstand eine benutz- und erweiterbare Archivlandschaft, die sich allmählich im Raum ausbreitete.

Das Symposium vom 24.-26.7.2002 – mit Vorträgen, Lesungen, Projektpräsentationen, Installationen, Performances und einem Film- und Videoabend – fand parallel zum XXI. Architektenkongress der UIA in der Akademie der Künste Berlin statt.
Der Eintritt für sämtliche Veranstaltungen war frei.
Anschließend erschien eine ©Publikation, die die Beiträge des Symposiums dokumentierte.

 


     VERANSTALTUNGS  PROGRAMM
SYMPOSIUM  IN DER AKADEMIE DER KÜNSTE

 

24 .07. – 26.07.02  in der Akademie der Künste, Berlin

 

 

24.07. MITTWOCH


19:00 Uhr  Eröffnung COPYRIGHT (Berlin) Ein unguter Ort – doch besser als die Welt
20:00 Uhr Lesung HANNS ZISCHLER (Berlin) Ein Kunstkabinett von Georges Perec
in der Installation Belichtungszeiten von UTE LINDNER (Berlin)
anschließend offene Gespräche mit den Gesprächshöhenversetzern von CHRISTIAN HASUCHA (Berlin)
mit Salonmusik und Bar, BERNHARD THOME Nomadenküche
25.07. Donnerstag


11:00 Uhr Vortrag CHRISTOPH BLASE (Berlin) Die verfallenden Bauten von Ulrich Müther
12:00 Uhr Vortrag VEIT STRATMANN (Paris) Un/Raum
Mittagsbuffet BERNHARD THOME Nomadenküche
14:00 Uhr Vortrag MANUEL BONIK (Berlin) On the desktop
15:00 Uhr Vortrag HARRY WALTER (Stuttgart) Gestülpte Archive www.abr-stuttgart.de
Kaffeepause
16:30 Uhr Vortrag PETER HAUENSCHILD / GEORG RITTER (Linz) & GABI KEPPLINGER (Stadtwerkstatt Linz)
Dia-& Video-Präsentation von sechs Projekten im öffentlichen Raum, u.a. hire&fire
www.stwst.at/hirefire/
Abendbuffet BERNHARD THOME Nomadenküche
19:00 Uhr Film-&Videoabend Berlin Babylon (19:00 Uhr), 80.000 Shots (20:30 Uhr)
21:30 Uhr Film-Gespräch mit HUBERTUS SIEGERT (Berlin) und MANFRED WALTHER (Berlin),
Moderation: Anja Oßwald
26.07. Freitag


11:00 Uhr Vortrag FRANK BÖHME (Berlin/Hamburg) Über Musik und Raum
Mittagsbuffet BERNHARD THOME Nomadenküche
14:00 Uhr Vortrag CHRISTOPH LANGE (Kassel) Der Kadaver als Unort. Ein modernes Concetto
15:00 Uhr Vortrag HARALD WELZER (Essen) Latenz der Orte, Latenz der Dinge
Kaffeepause
16:30 Uhr Vortrag HERB BUCHLOWSKI / ANDREAS FRIEDRICH HALLE (Hamburg) Zeit für ZeitUtopien im Wandel der Äonen. Mit Comanda Adama, fflow’n'g., Special Plug-Ins: Janek Siegele, JotKa & Freinds, Shenrjye Hon u.a. www.zeitfuerzeit.net
Abendbuffet BERNHARD THOME Nomadenküche
20.00 Uhr Vortrag HELENE VON OLDENBURG / CLAUDIA REICHE (Hamburg) Das MARS-PATENT: Datentransfer und Teleportation. Zu den technisch-konzeptionellen Grundlagen der ersten Ausstellungsfläche auf dem Mars www.mars-patent.org
Abschlussparty MARK BIHLER (Bridge&Tunnel) Electronic Lounge. Außerdem: DJ Nip-L

Für die Besucher steht ein Archiv zum Thema zur Verfügung, Design: CARSTEN FEIL (Saarbrücken).

Heile Welt in kleinen Portionen verabreicht Schwester Cordula alias SASKIA KÄSTNER (Berlin) in einer Sprech- und Lesestunde.

Installationen während des Symposiums von FRANK KÄSTNER (Berlin), HERMANN PITZ (Düsseldorf), VEIT STRATMANN (Paris), Videoarbeiten von ELLA RAIDEL/RENÉ STRAUB (Berlin/Stuttgart) www.framerec.com und GeisHa (Frankfurt/M).

 

 

COPYRIGHT No. 5

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Die 5. Ausgabe von © ICH BIN ICH – WEIL MEIN KLEINER HUND MICH KENNT wurde erstmalig auf der Art Frankfurt 2002 vom 26.05.-30.05.02 präsentiert.
Der Verkaufspreis beträgt EUR 15.

AUSSTELLUNGSPROJEKT
Weimar / Berlin 2001
PART 1&2PART 1:  Schloss Kromsdorf bei WeimarPART 2:  2yk-Galerie, Berlin

Eine Ausstellung zeitgen
össischer Kunst rund um den Hund
mit Peter Anders, Markus Bauer, Beck/Huber, Armin Bremicker, Anke Eilergerhard, Valérie Favre, Pierre Granoux, Katharina Kern, Florian Merkel, Stefanie Pelz, Florinda Schnitzel, Simone Spinner, Bernhard Thome, Patricia Waller, Ute Woracek, Manuel Bonik und Andreas Haltermann
Mein Hund. – Ich habe meinem Schmerz einen Namen gegeben und rufe ihn ‘Hund’ er ist ebenso treu, ebenso zudringlich und schamlos, ebenso unterhaltend, ebenso klug wie jeder andere Hund – und ich kann ihn anherrschen und meine bösen Launen an ihm auslassen: wie andere es mit ihren Hunden, Dienern und Frauen machen.(Friedrich Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft, Nr. 312)

“Ich bin ich, weil mein kleiner Hund mich kennt.” *
Es gibt sie auf allen Kontinenten. In treuer Freundschaft leben sie lasterhaft. Ihre Welt ist in Ordnung, wenn sie sie einordnen können. Ordnung ist ihr ganzes Leben. Sie treiben es bunt und sehen doch nur schwarz-weiß. Sie wollen sich anpassen, während sie aufpassen. Dem Einen dienen sie, die anderen beherrschen sie. Ihr Wunsch ist ein Befehl. Wer befiehlt, dem folgen sie. Blind vertrauen sie ihrem Führer. Blinde vertrauen ihrer Führung. Sie leben in Tonnen und Palästen. Einmal folgen, ein andermal verfolgen sie uns. Was wir wegschmeißen, bringen sie uns immer wieder zurück. Mit spielerischer Freude und wachsender Begeisterung. Die ewige Wiederkehr des Gleichen – seit Tausenden von Jahren. Wir lieben sie, weil wir uns lieben. Wir hassen sie, weil wir uns hassen. In ihrer Art sind sie uns fremd, in ihrem Wesen vertraut. Die Hunde, mit denen wir eine höchst komplexe und ambivalente Beziehung eingegangen sind, eine Symbiose mit den Zügen einer Verwechslungs-Tragik-Komödie.
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Pierre Granoux, Valérie Favre, Schloss Kromsdorf
*Zitat Gertrude Stein
Die Ausstellung wurde kuratiert von Armin Bremicker und Patrick Huber in Zusammenarbeit mit der 2yk-Galerie, Berlin, dem Thüringer Filmbüro e.V. im Schloss Kromsdorf und Thomas Kümmel, Hundeschule Passion, Weimar-Schöndorf.